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Die Prothrombinzeit (PT) ist ein Blutgerinnungstest, der misst, wie schnell das Blut gerinnt. Sie dient zur Diagnose von Gerinnungsstörungen und zur Überwachung einer Blutverdünnungstherapie.
Die Prothrombinzeit (PT) ist ein Blutgerinnungstest, der misst, wie schnell das Blut gerinnt. Sie dient zur Diagnose von Gerinnungsstörungen und zur Überwachung einer Blutverdünnungstherapie.
Die Prothrombinzeit (Abkürzung: PT) ist ein labormedizinischer Test, der die Zeit misst, die das Blut benötigt, um einen Gerinnsel zu bilden. Sie gehört zu den wichtigsten Parametern zur Beurteilung der Blutgerinnung und wird routinemäßig in der klinischen Diagnostik eingesetzt. Umgangssprachlich wird dieser Wert häufig auch als Quick-Wert bezeichnet, da er nach dem deutschen Mediziner Armand Quick benannt wurde, der den Test in den 1930er Jahren entwickelte.
Die Prothrombinzeit prüft insbesondere die sogenannte extrinsische Gerinnungskaskade, also den Weg der Blutgerinnung, der durch Gewebefaktoren von außerhalb des Blutgefäßes ausgelöst wird. Hierbei sind die Gerinnungsfaktoren I (Fibrinogen), II (Prothrombin), V, VII und X beteiligt.
Für die Bestimmung der Prothrombinzeit wird dem Patienten eine Blutprobe entnommen. Im Labor wird dem Blutplasma ein sogenannter Gewebethromboplastin (Tissue Factor) sowie Kalzium zugesetzt. Anschließend wird gemessen, wie viele Sekunden vergehen, bis sich ein Blutgerinnsel bildet.
Die Prothrombinzeit wird in verschiedenen klinischen Situationen eingesetzt:
Eine verlängerte Prothrombinzeit (niedriger Quick-Wert, erhöhter INR) kann auf folgende Ursachen hinweisen:
Eine verkürzte Prothrombinzeit (hoher Quick-Wert) ist klinisch weniger bedeutsam, kann aber auf eine erhöhte Gerinnungsneigung (Thromboseneigung) hinweisen.
Der INR-Wert ist die international standardisierte Darstellung der Prothrombinzeit. Bei gesunden Personen liegt der INR-Wert bei etwa 1,0. Patienten unter Antikoagulationstherapie (z. B. bei Vorhofflimmern, Lungenembolie oder künstlichen Herzklappen) werden auf einen bestimmten therapeutischen INR-Bereich eingestellt, der in der Regel zwischen 2,0 und 3,5 liegt, je nach Indikation.
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