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Protonenpumpenhemmer (PPI) sind Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen. Sie werden bei Sodbrennen, Magengeschwüren und Refluxkrankheit eingesetzt.
Protonenpumpenhemmer (PPI) sind Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen. Sie werden bei Sodbrennen, Magengeschwüren und Refluxkrankheit eingesetzt.
Protonenpumpenhemmer (kurz: PPI, von englisch Proton Pump Inhibitors) sind eine Klasse von Medikamenten, die die Produktion von Magensäure stark reduzieren. Sie gehören weltweit zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln und sind sowohl als verschreibungspflichtige als auch als rezeptfreie Präparate erhältlich.
Protonenpumpenhemmer wirken, indem sie gezielt die sogenannte Protonenpumpe (H+/K+-ATPase) in den Belegzellen der Magenschleimhaut blockieren. Diese Pumpe ist für den letzten Schritt der Magensäureproduktion verantwortlich. Durch die irreversible Hemmung dieses Enzyms wird die Ausschüttung von Salzsäure (HCl) in den Magen deutlich reduziert. Die Wirkung hält in der Regel 24 Stunden oder länger an, da neue Protonenpumpen erst gebildet werden müssen, bevor die Säureproduktion wieder ansteigt.
Protonenpumpenhemmer werden bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, die mit einer übermäßigen Magensäureproduktion zusammenhängen:
Zu den am häufigsten eingesetzten Wirkstoffen aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer gehören:
Alle Wirkstoffe haben einen ähnlichen Wirkmechanismus, unterscheiden sich jedoch leicht in Wirkstärke, Metabolismus und Wechselwirkungsprofil.
Protonenpumpenhemmer werden in der Regel einmal täglich, vorzugsweise 30 bis 60 Minuten vor der ersten Mahlzeit, eingenommen, da sie im aktivierten Zustand der Protonenpumpe am wirksamsten sind. Die Dosierung und Behandlungsdauer richten sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung und sollten immer ärztlich abgestimmt werden.
Protonenpumpenhemmer sind bei kurzfristiger Anwendung in der Regel gut verträglich. Bei längerer oder dauerhafter Einnahme können jedoch folgende Nebenwirkungen auftreten:
Protonenpumpenhemmer können die Aufnahme und Wirkung anderer Medikamente beeinflussen. Bekannte Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit:
Obwohl Protonenpumpenhemmer häufig als harmlos angesehen werden, sollte eine Langzeittherapie (über mehrere Monate oder Jahre) stets ärztlich begleitet und regelmäßig auf ihre Notwendigkeit überprüft werden. Internationale Leitlinien empfehlen, die niedrigste wirksame Dosis zu verwenden und unnötige Dauerverordnungen zu vermeiden.
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