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Eine Pseudozyste ist eine flüssigkeitsgefüllte Höhle im Gewebe, die keine echte Zystenwand besitzt. Sie tritt häufig als Komplikation einer Bauchspeicheldrüsenentzündung auf.
Eine Pseudozyste ist eine flüssigkeitsgefüllte Höhle im Gewebe, die keine echte Zystenwand besitzt. Sie tritt häufig als Komplikation einer Bauchspeicheldrüsenentzündung auf.
Eine Pseudozyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Höhle, die sich im Körpergewebe bildet, aber im Gegensatz zu einer echten Zyste keine vollständige Epithelauskleidung besitzt. Das bedeutet, dass die Wand der Pseudozyste aus Bindegewebe, Granulationsgewebe oder Entzündungsgewebe besteht, nicht aus spezialisiertem Zystellengewebe. Pseudozysten können in verschiedenen Organen auftreten, am häufigsten jedoch in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).
Die häufigste Ursache einer Pankreaspseudozyste ist eine akute oder chronische Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse). Weitere Ursachen können sein:
Außerhalb des Pankreas können Pseudozysten auch in der Milz, der Leber oder dem Gehirn (z. B. als Folge eines Schlaganfalls oder einer Verletzung) entstehen.
Kleine Pseudozysten verlaufen oft ohne Beschwerden und werden zufällig bei einer Ultraschall- oder CT-Untersuchung entdeckt. Größere Pseudozysten können jedoch folgende Symptome verursachen:
Die Diagnose einer Pseudozyste erfolgt in der Regel durch bildgebende Verfahren:
Laboruntersuchungen wie erhöhte Amylase- und Lipasewerte im Blut oder in der Flüssigkeit der Pseudozyste können ebenfalls auf eine Pankreaspseudozyste hinweisen.
Nicht alle Pseudozysten müssen behandelt werden. Kleine, symptomlose Pseudozysten können sich spontan zurückbilden und werden zunächst beobachtet. Eine Behandlung ist erforderlich bei:
Die endoskopische Drainage ist heute die bevorzugte Behandlungsmethode. Dabei wird mithilfe eines Endoskops eine Verbindung zwischen der Pseudozyste und dem Magen oder Dünndarm geschaffen, damit die Flüssigkeit abfließen kann. Dieses Verfahren ist minimal-invasiv und hat eine hohe Erfolgsrate.
Bei der perkutanen Drainage wird unter Ultraschall- oder CT-Kontrolle eine Nadel durch die Bauchdecke in die Pseudozyste eingeführt, um die Flüssigkeit abzulassen. Diese Methode wird häufig bei infizierten Pseudozysten eingesetzt.
In Fällen, in denen endoskopische oder perkutane Verfahren nicht möglich oder erfolglos sind, kann eine operative Drainage notwendig sein. Dabei wird die Pseudozyste chirurgisch mit dem Magen oder dem Darm verbunden.
Unbehandelte oder wachsende Pseudozysten können zu ernsthaften Komplikationen führen, darunter:
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