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Pterostilben ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Gruppe der Stilbene, der vor allem in Heidelbeeren und Weintrauben vorkommt. Er gilt als bioaktive Verbindung mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.
Pterostilben ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Gruppe der Stilbene, der vor allem in Heidelbeeren und Weintrauben vorkommt. Er gilt als bioaktive Verbindung mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.
Pterostilben ist ein natürlich vorkommender Polyphenol-Wirkstoff aus der chemischen Gruppe der Stilbene. Er ist strukturell eng mit dem bekannteren Resveratrol verwandt, unterscheidet sich jedoch durch zwei Methoxylgruppen anstelle von Hydroxylgruppen, was ihm eine höhere Bioverfügbarkeit und Lipophilität verleiht. Pterostilben wurde erstmals in Sandelholz identifiziert und kommt in besonders hohen Konzentrationen in Heidelbeeren, Preiselbeeren, Weintrauben und Erdnüssen vor.
Pterostilben wirkt über mehrere molekulare Signalwege und entfaltet dabei verschiedene biologische Effekte:
Studien deuten darauf hin, dass Pterostilben positive Effekte auf den Blutdruck und das Lipidprofil haben kann. Es wurde gezeigt, dass es den LDL-Cholesterin-Spiegel senken und den HDL-Spiegel verbessern kann. Zudem besitzt es gefäßschützende Eigenschaften durch die Hemmung von Lipidoxidation und Entzündungsreaktionen in Gefäßwänden.
In präklinischen und klinischen Studien wurde eine blutzuckersenkende Wirkung von Pterostilben beobachtet. Es verbessert die Insulinsensitivität und hemmt Enzyme, die an der Kohlenhydratverdauung beteiligt sind. Diese Eigenschaften machen es zu einem interessanten Forschungsgegenstand im Bereich der Typ-2-Diabetes-Prävention.
Pterostilben zeigt in Tiermodellen neuroprotektive Effekte. Es kann die kognitive Funktion verbessern, oxidativen Stress im Gehirn reduzieren und neurodegenerative Prozesse verlangsamen. Forscher untersuchen derzeit seinen Einsatz bei altersbedingtem kognitivem Abbau und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer.
Laborstudien zeigen, dass Pterostilben das Wachstum verschiedener Krebszelllinien hemmen kann, unter anderem bei Brust-, Dickdarm- und Pankreaskrebs. Die Mechanismen umfassen die Förderung der Apoptose (programmierter Zelltod), die Hemmung der Zellteilung sowie antiangiogenetische Effekte. Diese Erkenntnisse stammen jedoch überwiegend aus Zellkultur- und Tierversuchen; klinische Studien am Menschen stehen noch weitgehend aus.
Durch die Aktivierung des AMPK-Signalwegs kann Pterostilben den Fettstoffwechsel positiv beeinflussen und zur Regulierung des Körpergewichts beitragen. Es wurden positive Effekte auf die Fetteinlagerung und den Energieverbrauch in Tiermodellen beobachtet.
Ein wesentlicher Vorteil von Pterostilben gegenüber Resveratrol ist seine deutlich höhere Bioverfügbarkeit. Resveratrol wird im Körper schnell metabolisiert und konjugiert, wodurch seine Wirksamkeit eingeschränkt wird. Pterostilben hingegen ist lipophiler (fettlöslicher) und wird daher besser aus dem Darm aufgenommen und langsamer abgebaut. Studien schätzen die Bioverfügbarkeit von Pterostilben auf etwa 80 Prozent, verglichen mit weniger als 1 Prozent für unverändertes Resveratrol.
Pterostilben ist als Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- oder Tablettenform erhältlich. In klinischen Studien wurden Dosierungen zwischen 50 mg und 250 mg täglich eingesetzt, wobei niedrigere Dosen (50 mg/Tag) häufig für allgemeine antioxidative Zwecke verwendet werden. Höhere Dosen wurden in Studien zur Blutzucker- und Blutdruckregulation untersucht. Es wird empfohlen, Pterostilben zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit einzunehmen, um die Absorption zu verbessern.
Pterostilben gilt bei moderaten Dosierungen im Allgemeinen als gut verträglich. In einigen Studien wurden bei höheren Dosierungen leichte Anstiege des LDL-Cholesterins beobachtet, was in der Forschung diskutiert wird. Weitere mögliche Nebenwirkungen bei sehr hohen Dosen umfassen:
Schwangere, Stillende und Personen, die Medikamente einnehmen, sollten vor der Einnahme von Pterostilben-Präparaten einen Arzt konsultieren.
Pterostilben kommt in verschiedenen Lebensmitteln vor, jedoch in vergleichsweise geringen Mengen:
Die über die Ernährung aufgenommene Menge an Pterostilben ist in der Regel deutlich geringer als die in Studien verwendeten therapeutischen Dosen, weshalb eine gezielte Supplementierung für bestimmte gesundheitliche Ziele in Betracht gezogen werden kann.
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