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Die Pulpotomie ist ein zahnmedizinischer Eingriff, bei dem das entzündete Kronenpulpagewebe entfernt wird, um den Zahn zu erhalten.
Die Pulpotomie ist ein zahnmedizinischer Eingriff, bei dem das entzündete Kronenpulpagewebe entfernt wird, um den Zahn zu erhalten.
Die Pulpotomie ist ein zahnmedizinisches Verfahren, bei dem das entzündete oder infizierte Gewebe im Kronenteil der Zahnpulpa (das sogenannte Pulpakammerdach) entfernt wird. Die Pulpa ist das lebendige Innere des Zahns, das Nerven, Blutgefäße und Bindegewebe enthält. Ziel des Eingriffs ist es, den Zahn zu erhalten und gleichzeitig weitere Infektion oder Schmerzen zu verhindern. Das im Wurzelkanal verbliebene gesunde Pulpagewebe wird dabei nicht entfernt.
Die Pulpotomie wird häufig als konservativer Ansatz betrachtet, da sie weniger invasiv ist als eine vollständige Wurzelkanalbehandlung (Pulpektomie), bei der die gesamte Pulpa entfernt wird. Sie zählt zu den endodontischen Behandlungen und wird sowohl in der Kinderzahnheilkunde als auch in der Erwachsenenzahnmedizin eingesetzt.
Eine Pulpotomie wird in folgenden Situationen empfohlen:
Der Eingriff läuft in der Regel in folgenden Schritten ab:
In der Kinderzahnheilkunde ist die Pulpotomie eines der häufigsten endodontischen Verfahren. Sie wird eingesetzt, wenn ein Milchzahn durch tiefe Karies befallen ist, aber die Wurzelpulpa noch vital und entzündungsfrei ist. Ziel ist es, den Milchzahn bis zum natürlichen Wechsel zu erhalten, um Platzverlust im Kiefer und Fehlstellungen der bleibenden Zähne zu vermeiden. Nach einer Pulpotomie bei Milchzähnen wird der Zahn in der Regel mit einer Stahlkrone versorgt, um ihn langfristig zu stabilisieren.
Bei bleibenden Zähnen mit unreifer Wurzel (z. B. bei Jugendlichen) ist die Pulpotomie als Apexogenese bekannt. Sie ermöglicht die weitere Entwicklung der Wurzel, da das lebendige Pulpagewebe in den Wurzelkanälen erhalten bleibt. Neuere Studien zeigen, dass auch bei Erwachsenen mit reifer Wurzel eine partielle oder vollständige Pulpotomie in bestimmten Fällen als Alternative zur klassischen Wurzelkanalbehandlung in Frage kommen kann.
Die Wahl des Abdeckmaterials ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Gängige Materialien sind:
Die Pulpotomie ist in der Regel ein sicherer Eingriff, kann jedoch in seltenen Fällen mit Komplikationen verbunden sein:
Die Erfolgsrate einer Pulpotomie hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem verwendeten Material, dem Ausmaß der Pulpaentzündung, der Qualität der Versiegelung und der abschließenden Restauration. Bei Milchzähnen werden mit MTA Erfolgsraten von über 90 % berichtet. Bei bleibenden Zähnen zeigen neuere Studien ebenfalls vielversprechende Langzeitergebnisse.
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