Quecksilber – Risiken, Quellen & Grenzwerte
Alles über Quecksilber: Quellen in Fisch und Umwelt, gesundheitliche Risiken durch Methylquecksilber und EU-Grenzwerte.
Wissenswertes über "Quecksilber"
Quecksilber (Hg) ist ein natürlich vorkommendes Schwermetall, das in verschiedenen Formen in der Umwelt vorkommt.
Quecksilber kommt in Form von elementarem Quecksilber sowie anorganischen und organischen Verbindungen, wie beispielsweise Methylquecksilber, vor. Methylquecksilber, das sich in Fischen und Meeresfrüchten anreichert, gilt dabei als die für den Menschen gefährlichste Form.
Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über die Nahrung, insbesondere durch große Raubfische wie Thunfisch, Schwertfisch oder Hecht. Quecksilber kann das Nervensystem schädigen, was zu Kopfschmerzen, Koordinationsstörungen, Gedächtnisproblemen und im schlimmsten Fall zu schweren neurologischen Erkrankungen führen kann. Besonders Schwangere und Kinder gelten als Risikogruppen, da Methylquecksilber die Plazenta passiert und die Gehirnentwicklung beeinträchtigen kann.
Die Europäische Union hat daher strenge Grenzwerte für Quecksilbergehalte in Lebensmitteln festgelegt. Um die Belastung zu reduzieren, wird empfohlen, den Verzehr von großen Raubfischen zu begrenzen und auf abwechslungsreiche Eiweißquellen zurückzugreifen. Weltweit laufen zudem Programme, um Industrieemissionen und den Einsatz von Quecksilber, etwa in der Goldgewinnung, zu verringern.
Wichtigste Fakten zu Quecksilber
- Schwermetall, besonders gefährlich als Methylquecksilber in Fischen
- Schädigt vor allem das Nervensystem, Risiko für Kinder und Schwangere
- EU hat strenge Grenzwerte in Lebensmitteln festgelegt