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Der Quecksilbertest misst den Quecksilbergehalt im Blut, Urin oder Haar. Er dient der Diagnose einer Quecksilbervergiftung und wird bei Verdacht auf erhohte Schwermetallbelastung eingesetzt.
Der Quecksilbertest misst den Quecksilbergehalt im Blut, Urin oder Haar. Er dient der Diagnose einer Quecksilbervergiftung und wird bei Verdacht auf erhohte Schwermetallbelastung eingesetzt.
Ein Quecksilbertest ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Konzentration von Quecksilber (Hg) in biologischen Proben gemessen wird. Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das in verschiedenen Formen vorkommt: als elementares Quecksilber, als anorganisches Quecksilber und als organisches Quecksilber (vor allem Methylquecksilber). Jede Form kann unterschiedliche gesundheitliche Schaden verursachen. Der Test wird eingesetzt, wenn eine erhohte Quecksilberexposition vermutet wird, etwa durch bestimmte Lebensmittel, berufliche Expositionen oder zahnmedizinische Amalgamfullungen.
Ein Quecksilbertest ist angezeigt bei:
Je nach Art der vermuteten Exposition und dem Zeitpunkt der Belastung werden unterschiedliche Korperproben analysiert:
Die Blutuntersuchung eignet sich vor allem zur Erkennung einer akuten oder kurzlich aufgetretenen Quecksilberbelastung. Methylquecksilber (organisch) bindet sich an rote Blutkorperchen und kann im Vollblut gut nachgewiesen werden. Referenzwert fur Erwachsene ohne besondere Exposition: in der Regel unter 10 Mikrogramm pro Liter (µg/L).
Der Urintest ist besonders geeignet, um eine Belastung mit anorganischem oder elementarem Quecksilber nachzuweisen, wie es beispielsweise bei beruflicher Exposition oder durch Amalgamfullungen auftreten kann. Typischerweise wird der Quecksilbergehalt im 24-Stunden-Urin oder im morgendlichen Mittelstrahlurin gemessen. Referenzwert: in der Regel unter 7 µg/g Kreatinin.
Die Haaranalyse gibt Auskunft uber eine langerfristige Quecksilberbelastung der vergangenen Monate, da Quecksilber wahrend des Haarwachstums in den Haarschaft eingelagert wird. Diese Methode ist besonders zur Erkennung einer chronischen Methylquecksilber-Exposition geeignet, z. B. durch regelmassigen Fischverzehr.
Die Probenentnahme richtet sich nach dem gewahlten Testverfahren:
Die Auswertung erfolgt in spezialisierten Labors, meist mittels Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) oder induktiv gekoppelter Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS), zwei hochempfindlichen Analysemethoden fur Schwermetalle.
Die Interpretation der Messwerte erfolgt stets im klinischen Kontext. Erhohte Quecksilberwerte konnen auf folgende Zustande hinweisen:
Wichtig: Referenzwerte konnen je nach Labor und verwendeter Messmethode leicht variieren. Die Bewertung sollte immer durch einen Arzt oder eine Arztin erfolgen.
Eine Quecksilbervergiftung kann je nach Expositionsart und -dauer sehr unterschiedliche Symptome verursachen:
Die Behandlung einer Quecksilbervergiftung hangt vom Schweregrad der Belastung ab:
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