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Der Quercetinstoffwechsel beschreibt, wie der Körper das Flavonoid Quercetin aufnimmt, umbaut und ausscheidet. Er beeinflusst die biologische Wirksamkeit dieses sekundären Pflanzenstoffs.
Der Quercetinstoffwechsel beschreibt, wie der Körper das Flavonoid Quercetin aufnimmt, umbaut und ausscheidet. Er beeinflusst die biologische Wirksamkeit dieses sekundären Pflanzenstoffs.
Quercetin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid – ein sekundärer Pflanzenstoff – das in vielen Obst- und Gemüsesorten wie Zwiebeln, Äpfeln, Beeren und Brokkoli vorkommt. Der Quercetinstoffwechsel (auch Quercetinmetabolismus genannt) umfasst alle biochemischen Prozesse, durch die der Körper Quercetin nach der Aufnahme über die Nahrung verarbeitet, verteilt, chemisch verändert und schließlich wieder ausscheidet.
Quercetin kommt in der Nahrung überwiegend in glykosidischer Form vor, das heißt, es ist an Zuckermoleküle gebunden. Diese Verbindungen werden im Dünndarm durch körpereigene Enzyme (z. B. Laktase-Phlorizin-Hydrolase) oder durch Darmbakterien gespalten. Das freigesetzte Quercetin-Aglykon kann dann über Transportproteine in die Darmzellen aufgenommen werden.
Nach der Aufnahme in die Darmzellen gelangt Quercetin über das Pfortadersystem zur Leber. Dort wird es intensiv metabolisiert (sogenannter First-Pass-Effekt). Im Blut zirkuliert Quercetin hauptsächlich gebunden an Albumin und andere Plasmaproteine. Die Gewebeverteilung ist breit; Quercetin und seine Metaboliten wurden in Leber, Niere, Lunge und anderen Organen nachgewiesen.
Der Abbau von Quercetin erfolgt auf zwei wesentlichen Wegen:
In der Leber wird Quercetin durch Phase-II-Enzyme konjugiert, das heißt, es werden chemische Gruppen angehängt, um die Wasserlöslichkeit zu erhöhen. Zu diesen Reaktionen gehören:
Diese Metaboliten zirkulieren im Blut und können teilweise noch biologisch aktiv sein.
Ein erheblicher Anteil des Quercetins, der den Dünndarm unverändert passiert, wird im Dickdarm durch die Darmmikrobiota abgebaut. Dabei entstehen niedermolekulare phenolische Verbindungen wie:
Diese mikrobiellen Metaboliten können resorbiert werden und tragen möglicherweise zu den gesundheitlichen Wirkungen von Quercetin bei.
Quercetin und seine Metaboliten werden vorwiegend über die Nieren mit dem Urin sowie über die Galle mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Halbwertszeit im Plasma beträgt je nach Studie und Formulierung etwa 11 bis 28 Stunden. Konjugierte Metaboliten aus der Galle können im Darm erneut gespalten und rückresorbiert werden (enterohepatischer Kreislauf).
Die biologische Aktivität von Quercetin hängt nicht nur von der Ausgangsverbindung, sondern auch von seinen Stoffwechselprodukten ab. Folgende Wirkungen werden in wissenschaftlichen Studien diskutiert:
Es ist wichtig zu betonen, dass viele dieser Wirkungen vor allem in Labor- und Tierstudien nachgewiesen wurden. Klinische Studien am Menschen liefern bislang gemischte Ergebnisse.
Mehrere Faktoren beeinflussen, wie gut und wie schnell der Körper Quercetin verarbeitet:
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