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Das Querfortsatzgelenk ist eine kleine Gelenkverbindung zwischen Rippen und Wirbelquerfortsätzen. Es stabilisiert den Brustkorb und ermöglicht Atembewegungen.
Das Querfortsatzgelenk ist eine kleine Gelenkverbindung zwischen Rippen und Wirbelquerfortsätzen. Es stabilisiert den Brustkorb und ermöglicht Atembewegungen.
Das Querfortsatzgelenk (lateinisch: Articulatio costotransversaria) ist eine kleine, echte Gelenkverbindung zwischen dem Rippenhöcker (Tuberculum costae) und dem Querfortsatz (Processus transversus) eines Brustwirbels. Diese Gelenke kommen bei den ersten zehn Rippenpaaren vor und spielen eine wesentliche Rolle bei der Stabilisierung des Brustkorbs sowie bei der Steuerung der Atembewegungen.
Das Querfortsatzgelenk ist ein sogenanntes Amphiarthrose oder auch straffes Gelenk, das nur geringe Bewegungen zulässt. Es besteht aus:
Zu den wichtigsten Bändern gehören das Ligamentum costotransversarium, das Ligamentum costotransversarium laterale sowie das Ligamentum costotransversarium superius. Diese Bänder sichern die Stabilität des Gelenks und begrenzen den Bewegungsumfang.
Das Querfortsatzgelenk wirkt gemeinsam mit dem Rippenkopfgelenk (Articulatio capitis costae) als funktionelle Einheit. Beide Gelenke ermöglichen gemeinsam Rotationsbewegungen der Rippen, die für die Atemmechanik unverzichtbar sind. Bei der Einatmung heben sich die Rippen an und drehen sich leicht nach außen, wodurch das Brustkorb-Volumen zunimmt. Bei der Ausatmung kehren sie in ihre Ausgangsposition zurück.
Querfortsatzgelenke können durch Fehlhaltung, Überlastung oder Verletzungen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt werden. Solche Blockierungen sind eine häufige Ursache für thorakale Rückenschmerzen und können das Atemmuster beeinträchtigen. Betroffene klagen typischerweise über:
Wie alle echten Gelenke können auch Querfortsatzgelenke von Arthrose (degenerativer Gelenkerkrankung) betroffen sein. Dabei kommt es zu einem allmählichen Abbau des Gelenkknorpels, was zu chronischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Risikofaktoren umfassen Übergewicht, langjährige Fehlbelastung und genetische Veranlagung.
Bei starken Traumata, etwa durch Verkehrsunfälle oder Sturzereignisse, können die Querfortsätze und die zugehörigen Gelenkstrukturen frakturieren oder ausreißen. Solche Verletzungen sind oft mit Rippenfrakturen kombiniert und bedürfen einer sorgfältigen radiologischen Abklärung.
Die Untersuchung des Querfortsatzgelenks erfolgt in erster Linie klinisch durch:
In der manuellen Medizin und Physiotherapie werden spezifische Tests eingesetzt, um Blockierungen der Querfortsatz- und Rippenkopfgelenke zu identifizieren.
Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache der Beschwerden:
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