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Quinolonresistenz bezeichnet die Eigenschaft von Bakterien, gegen Quinolon-Antibiotika unempfindlich zu sein. Sie stellt ein wachsendes Problem in der Infektionsmedizin dar.
Quinolonresistenz bezeichnet die Eigenschaft von Bakterien, gegen Quinolon-Antibiotika unempfindlich zu sein. Sie stellt ein wachsendes Problem in der Infektionsmedizin dar.
Unter Quinolonresistenz versteht man die Fähigkeit von Bakterien, der antibakteriellen Wirkung von Quinolonen (auch Chinolone genannt) zu widerstehen. Quinolone sind eine wichtige Klasse von Breitspektrum-Antibiotika, die unter anderem bei Harnwegsinfektionen, Atemwegsinfektionen und Magen-Darm-Infektionen eingesetzt werden. Wenn Bakterien resistent gegen diese Substanzen werden, verlieren die Medikamente ihre Wirksamkeit, was die Behandlung von Infektionskrankheiten erheblich erschwert.
Quinolone hemmen spezifische bakterielle Enzyme, die sogenannten DNA-Gyrase und Topoisomerase IV. Diese Enzyme sind für die Entwindung und Reparatur der bakteriellen DNA unverzichtbar. Durch die Hemmung dieser Enzyme wird die DNA-Replikation der Bakterien gestört, was zum Absterben der Erreger führt. Dieser Wirkmechanismus unterscheidet Quinolone von vielen anderen Antibiotikaklassen.
Die Entwicklung einer Quinolonresistenz kann auf verschiedene molekulare Mechanismen zurückgeführt werden:
Die Quinolonresistenz hat in den letzten Jahrzehnten weltweit deutlich zugenommen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:
Besonders häufig betroffen sind Erreger wie Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa und Salmonella-Spezies.
Quinolonresistente Bakterien sind mit schwereren Krankheitsverläufen, längeren Krankenhausaufenthalten und einer erhöhten Sterblichkeit verbunden. Da Quinolone zu den Reserveantibiotika bei bestimmten Infektionen zählen, bedeutet ihre Wirkungslosigkeit, dass auf alternative, oft teurere oder nebenwirkungsreichere Antibiotika ausgewichen werden muss. In manchen Fällen bleiben nur noch wenige Therapieoptionen.
Die Quinolonresistenz wird im Labor durch Resistenztestungen (Antibiogramm) nachgewiesen. Dabei werden Bakterienproben aus Patientenmaterial (z. B. Urin, Blut, Wundabstrich) kultiviert und ihre Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Antibiotika, einschliesslich Quinolonen, bestimmt. Moderne molekulare Methoden wie PCR-basierte Verfahren können zudem spezifische Resistenzgene direkt nachweisen.
Bei nachgewiesener Quinolonresistenz müssen alternative Antibiotika eingesetzt werden. Die Auswahl richtet sich nach dem Erreger, der Lokalisation der Infektion und dem individuellen Resistenzprofil:
Die Eindaemmung der Quinolonresistenz erfordert einen umfassenden Ansatz:
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