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Die Regulationsmedizin untersucht die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers und zielt darauf ab, gestörte Regelkreise zu erkennen und zu therapieren. Sie verbindet schulmedizinische und komplementäre Ansätze.
Die Regulationsmedizin untersucht die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers und zielt darauf ab, gestörte Regelkreise zu erkennen und zu therapieren. Sie verbindet schulmedizinische und komplementäre Ansätze.
Die Regulationsmedizin ist ein medizinisches Konzept, das den menschlichen Organismus als ein komplexes, selbstregulierendes System betrachtet. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit des Körpers, auf innere und äußere Reize angemessen zu reagieren und ein biologisches Gleichgewicht – die sogenannte Homöostase – aufrechtzuerhalten. Gerät dieses Gleichgewicht aus dem Lot, entstehen Fehlfunktionen und Erkrankungen. Ziel der Regulationsmedizin ist es, solche Störungen im Regelsystem frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Die Regulationsmedizin basiert auf der Annahme, dass der Körper über zahlreiche ineinandergreifende Regelkreise verfügt, die Organe, Hormonsystem, Nervensystem und Immunsystem miteinander verbinden. Ein gesunder Organismus reagiert auf Störreize flexibel und kehrt anschließend in den Ausgangszustand zurück. Bei chronischen Erkrankungen ist diese Regulationsfähigkeit häufig eingeschränkt oder blockiert.
Ein zentrales Anliegen der Regulationsmedizin ist die Erfassung der individuellen Regulationsfähigkeit eines Patienten. Hierzu werden sowohl klassische schulmedizinische Untersuchungen als auch spezifische Verfahren eingesetzt:
Die Therapie in der Regulationsmedizin zielt darauf ab, blockierte Regelkreise wieder in Gang zu bringen und die körpereigene Heilungskapazität zu stärken. Dabei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:
Thermische Reize wie Wärme- und Kälteanwendungen, Hydrotherapie oder Elektrotherapie sollen die Reaktionsfähigkeit des Körpers stimulieren und Regulationsprozesse anstoßen.
Durch gezielte Injektionen von Lokalanästhetika in sogenannte Störfelder – z. B. Narben oder chronisch entzündete Gewebe – sollen neurovegetative Blockaden aufgelöst werden.
Verfahren wie die Akupunktur aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden in der Regulationsmedizin als Methoden zur Reizung und Harmonisierung von Regelkreisen verstanden.
Gezielter Ausgleich von Nährstoffmängeln, um biochemische Regelkreise – etwa im Hormon- oder Immunsystem – wieder zu optimieren.
Regelmäßige körperliche Aktivität sowie Entspannungsverfahren wie Meditation oder autogenes Training unterstützen die vegetative Regulation und fördern die Resilienz des Organismus.
Die Regulationsmedizin bewegt sich im Grenzbereich zwischen konventioneller Schulmedizin und komplementärer Medizin. Während einzelne ihrer Konzepte – wie die Herzratenvariabilitätsmessung oder die Neuraltherapie – wissenschaftlich untersucht sind, fehlt für andere Verfahren noch eine breite klinische Evidenzbasis. Kritiker betonen, dass viele Modelle der Regulationsmedizin bislang nicht ausreichend durch randomisierte kontrollierte Studien belegt sind. Befürworter sehen in ihr jedoch einen wertvollen, patientenzentrierten Ansatz, der die Lücke zwischen Symptombehandlung und ursachenorientierter Therapie schließen kann.
Die Regulationsmedizin wird häufig bei chronischen und funktionellen Erkrankungen eingesetzt, bei denen konventionelle Therapien nicht ausreichend wirken oder nur symptomatisch helfen:
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