-
DE
Die Reizdarmpathogenese beschreibt die komplexen Entstehungsmechanismen des Reizdarmsyndroms, bei dem Darm-Hirn-Achse, Motilität und Mikrobiom zusammenwirken.
Die Reizdarmpathogenese beschreibt die komplexen Entstehungsmechanismen des Reizdarmsyndroms, bei dem Darm-Hirn-Achse, Motilität und Mikrobiom zusammenwirken.
Die Reizdarmpathogenese umfasst alle wissenschaftlich untersuchten Mechanismen, die zur Entstehung des Reizdarmsyndroms (RDS) beitragen. Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Darmerkrankung, bei der keine strukturellen oder biochemischen Auffälligkeiten im klassischen Sinne nachweisbar sind, die Betroffenen jedoch unter wiederkehrenden Bauchschmerzen, Blähungen und veränderten Stuhlgewohnheiten leiden. Die genaue Pathogenese ist vielschichtig und wird bis heute intensiv erforscht.
Das Reizdarmsyndrom entsteht nicht durch eine einzelne Ursache, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren.
Die sogenannte Darm-Hirn-Achse beschreibt die bidirektionale Kommunikation zwischen dem zentralen Nervensystem und dem enterischen Nervensystem des Darms. Bei Reizdarm-Patienten ist diese Kommunikation gestört, was zu einer veränderten Schmerzwahrnehmung, einer sogenannten viszeralen Hypersensitivität, führt. Dabei reagiert der Darm auf normale Reize wie Dehnung oder Gasbildung mit übermäßigen Schmerzsignalen.
Viele Betroffene zeigen eine gestörte Darmmotilität, also eine veränderte Bewegungsaktivität des Darms. Dies kann sich in beschleunigter Darmpassage (Durchfall-dominanter Subtyp) oder verlangsamter Passage (Verstopfungs-dominanter Subtyp) äußern.
Das Darmmikrobiom – die Gesamtheit aller im Darm lebenden Mikroorganismen – spielt eine zentrale Rolle in der Reizdarmpathogenese. Bei Reizdarm-Patienten wurde eine veränderte Zusammensetzung der Darmflora (Dysbiose) beobachtet, die Entzündungsprozesse, die Darmbarriere und die Nervenreizbarkeit beeinflusst.
Eine gestörte intestinale Barrierefunktion (erhöhte Darmpermeabilität, auch bekannt als Leaky-Gut-Phänomen) kann dazu führen, dass bakterielle Produkte in die Darmwand eindringen und lokale Entzündungsreaktionen auslösen, die wiederum die Nervenaktivität beeinflussen.
Obwohl das Reizdarmsyndrom klassischerweise als nicht-entzündliche Erkrankung gilt, finden sich bei einem Teil der Patienten Hinweise auf eine niedriggradige mukosale Entzündung mit aktivierten Mastzellen und erhöhten Zytokinspiegeln in der Darmschleimhaut.
Bei einem relevanten Anteil der Patienten entwickelt sich das Reizdarmsyndrom nach einer akuten Gastroenteritis (Magen-Darm-Infektion). Dieser postinfektiöse Reizdarm wird auf anhaltende Entzündungsveränderungen, Veränderungen des Mikrobioms sowie psychologische Stressfaktoren zurückgeführt.
Stress, Angststörungen, Depressionen und traumatische Erlebnisse sind häufig mit dem Reizdarmsyndrom assoziiert und können die Symptome verschlimmern. Sie wirken über die Darm-Hirn-Achse auf die Darmfunktion ein.
Die Symptome entstehen durch das Zusammenwirken der oben genannten Mechanismen und umfassen:
Die Diagnose des Reizdarmsyndroms erfolgt nach den Rom-IV-Kriterien, die wiederkehrende Bauchschmerzen an mindestens einem Tag pro Woche über die letzten drei Monate fordern, verbunden mit Veränderungen der Stuhlfrequenz oder -konsistenz. Organische Ursachen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), Zöliakie oder kolorektales Karzinom müssen ausgeschlossen werden.
Die Therapie richtet sich nach dem jeweiligen Subtyp und den dominierenden Symptomen. Sie umfasst:
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
MAGENSCHONEND & GUT VERTRÄGLICH
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C