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Das Rektum (Mastdarm) ist der letzte Abschnitt des Dickdarms und dient der Speicherung und kontrollierten Ausscheidung des Stuhls.
Das Rektum (Mastdarm) ist der letzte Abschnitt des Dickdarms und dient der Speicherung und kontrollierten Ausscheidung des Stuhls.
Das Rektum, auch Mastdarm genannt, ist der abschließende Abschnitt des menschlichen Dickdarms. Es schließt sich an das Sigma (Sigmoid) an und mündet über den Analkanal nach außen. Das Rektum ist etwa 12 bis 16 Zentimeter lang und liegt im kleinen Becken, direkt vor dem Kreuzbein (Os sacrum). Als letzter Speicher- und Transitraum des Verdauungstrakts spielt es eine zentrale Rolle bei der Stuhlkontinenz und der kontrollierten Darmentleerung.
Das Rektum ist wie der gesamte Dickdarm aus mehreren Wandschichten aufgebaut: Schleimhaut (Mukosa), Submukosa, Muskulatur (Muscularis propria) und Außenhülle. Im Inneren weist es charakteristische halbmondförmige Schleimhautfalten auf, die sogenannten Kohlrausch-Falten. Diese Falten helfen dabei, den Stuhl zu stauen und die Entleerung zu regulieren.
Das untere Ende des Rektums geht in den Analkanal über, der durch den inneren und äußeren Schließmuskel (Sphinkter) verschlossen wird. Dieses Muskelsystem gewährleistet die Kontinenz – also die Fähigkeit, den Stuhlgang bewusst zu steuern.
Das Rektum erfüllt mehrere wichtige Aufgaben im Verdauungssystem:
Das Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs) ist ein bösartiger Tumor im Bereich des Rektums. Es gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland und wird oft unter dem Begriff kolorektales Karzinom zusammen mit dem Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) erfasst. Typische Warnsymptome sind Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten und ungewollter Gewichtsverlust. Vorsorgeuntersuchungen wie die Darmspiegelung (Koloskopie) sind entscheidend für die Früherkennung.
Hämorrhoiden sind Erweiterungen der Blutgefäße im Bereich des Analkanals und des unteren Rektums. Sie sind sehr verbreitet und können Juckreiz, Brennen, Blutungen und Schmerzen verursachen. Je nach Schweregrad erfolgt die Behandlung konservativ (z. B. durch ballaststoffreiche Ernährung, Sitzbäder) oder operativ.
Beim Rektumprolaps stülpt sich ein Teil oder die gesamte Rektumwand durch den After nach außen. Dies kann zu Inkontinenz, Schmerzen und Schleimabgang führen und erfordert häufig eine operative Behandlung.
Die Proktitis bezeichnet eine Entzündung der Rektumschleimhaut. Sie kann durch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa), Infektionen oder Strahlentherapie verursacht werden. Symptome sind Stuhlgang mit Blut oder Schleim, Schmerzen und ein häufiger Stuhldrang.
Bei der Stuhlinkontinenz ist die Kontrolle über den Stuhlgang eingeschränkt oder verloren. Ursachen können Schäden am Schließmuskel, neurologische Erkrankungen oder Beckenbodenschwäche sein. Behandlungsansätze umfassen Beckenbodentraining, Biofeedback und in schweren Fällen operative Eingriffe.
Zur Untersuchung des Rektums stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, regelmäßige Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützen die gesunde Funktion des Rektums und des gesamten Dickdarms. Ab dem 50. Lebensjahr (in bestimmten Risikogruppen früher) empfehlen die deutschen Gesundheitsbehörden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs.
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