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Eine Resistenzmutation ist eine genetische Veränderung in Krankheitserregern oder Tumorzellen, die diese unempfindlich gegenüber Medikamenten macht.
Eine Resistenzmutation ist eine genetische Veränderung in Krankheitserregern oder Tumorzellen, die diese unempfindlich gegenüber Medikamenten macht.
Eine Resistenzmutation ist eine Veränderung im Erbgut (DNA oder RNA) eines Krankheitserregers – wie Bakterien, Viren oder Pilze – oder einer Tumorzelle, die dazu führt, dass das betroffene Lebewesen oder die Zelle gegen ein bestimmtes Medikament unempfindlich (resistent) wird. Resistenzmutationen sind ein zentrales Problem in der modernen Medizin, da sie die Wirksamkeit von Antibiotika, antiviralen Mitteln und Krebstherapien erheblich einschränken können.
Resistenzmutationen entstehen durch spontane oder stressbedingte Veränderungen im genetischen Material. Die wichtigsten Mechanismen sind:
Die primäre Resistenz (auch intrinsische Resistenz genannt) liegt bereits vor dem ersten Kontakt mit einem Medikament vor. Der Erreger oder die Tumorzelle ist von Natur aus gegen einen bestimmten Wirkstoff unempfindlich.
Die sekundäre Resistenz (auch erworbene Resistenz) entwickelt sich während einer Behandlung. Sie entsteht, wenn unter dem Selektionsdruck des Medikaments eine Mutation auftritt und sich die resistente Variante durchsetzt.
Die Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika ist eine der größten globalen Gesundheitsbedrohungen. Bekannte Beispiele sind methicillinresistenter Staphylococcus aureus (MRSA) oder multiresistente Tuberkulosebakterien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Antibiotikaresistenz als eine der zehn größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit ein.
Auch Viren können Resistenzmutationen entwickeln. Ein bekanntes Beispiel ist die Resistenz des HI-Virus (HIV) gegen antiretrovirale Medikamente. Um dies zu verhindern, wird HIV heute mit einer Kombinationstherapie aus mehreren Wirkstoffen behandelt, da eine gleichzeitige Mutation gegen mehrere Substanzen sehr unwahrscheinlich ist.
In der Krebstherapie können Tumorzellen unter dem Druck von Chemotherapeutika oder gezielten Therapien (z. B. Tyrosinkinaseinhibitoren) Resistenzmutationen entwickeln. Ein bekanntes Beispiel ist die T315I-Mutation im BCR-ABL-Gen bei chronisch myeloischer Leukämie (CML), die zur Resistenz gegen mehrere Medikamente führt.
Der Nachweis von Resistenzmutationen erfolgt durch verschiedene Methoden:
Je nach Art der Resistenz gibt es verschiedene Ansätze:
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