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RET ist ein Proto-Onkogen, das für einen Rezeptor-Tyrosinkinase kodiert. Mutationen im RET-Gen können verschiedene Krebsarten auslösen, darunter Schilddrüsenkrebs und das MEN2-Syndrom.
RET ist ein Proto-Onkogen, das für einen Rezeptor-Tyrosinkinase kodiert. Mutationen im RET-Gen können verschiedene Krebsarten auslösen, darunter Schilddrüsenkrebs und das MEN2-Syndrom.
RET (Rearranged during Transfection) ist ein Proto-Onkogen, das für eine membrangebundene Rezeptor-Tyrosinkinase kodiert. Dieses Protein spielt eine zentrale Rolle in der Zellentwicklung, insbesondere bei der Entwicklung des Nervensystems und der Nieren. Das RET-Gen ist auf Chromosom 10q11.2 lokalisiert und wird in verschiedenen Gewebetypen exprimiert, darunter Schilddrüse, Nebennierenmark und Nervenzellen.
Das RET-Protein fungiert als Rezeptor für eine Gruppe von Wachstumsfaktoren, die als GDNF-Familie (Glial Cell Line-Derived Neurotrophic Factor) bekannt sind. Wird RET durch einen dieser Liganden aktiviert, löst es intrazelluläre Signalwege aus, die Zellwachstum, Zellmigration und Überleben regulieren.
Mutationen im RET-Gen können zur dauerhaften, unkontrollierten Aktivierung der Kinase führen. Dies fördert übermäßiges Zellwachstum und kann Tumorerkrankungen auslösen. Man unterscheidet zwei Hauptarten von RET-Mutationen:
Keimbahnmutationen im RET-Gen werden von Eltern an Kinder weitergegeben und sind mit folgenden Erkrankungen assoziiert:
Somatische Mutationen entstehen im Laufe des Lebens und sind auf Tumorzellen beschränkt. Relevante Tumortypen mit somatischen RET-Veränderungen sind:
Die Diagnose von RET-Mutationen erfolgt durch molekulargenetische Untersuchungen:
Die Entdeckung von RET als onkogenem Treiber hat zur Entwicklung gezielter Therapien geführt. RET-Inhibitoren sind zielgerichtete Medikamente, die die überaktive RET-Kinase blockieren:
Die Therapie mit RET-Inhibitoren ist im Rahmen der Präzisionsonkologie bedeutsam: Nur Patienten, deren Tumor eine RET-Veränderung aufweist, kommen für diese Behandlung in Frage.
Personen mit einer nachgewiesenen Keimbahnmutation im RET-Gen sollten eine genetische Beratung in Anspruch nehmen. Familienmitglieder können auf die Mutation getestet werden, um das individuelle Krebsrisiko frühzeitig einzuschätzen und präventive Maßnahmen einzuleiten.
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