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Retinopathie bezeichnet eine Erkrankung der Netzhaut des Auges. Sie kann die Sehkraft ernsthaft beeinträchtigen und ist häufig Folge von Diabetes oder Bluthochdruck.
Retinopathie bezeichnet eine Erkrankung der Netzhaut des Auges. Sie kann die Sehkraft ernsthaft beeinträchtigen und ist häufig Folge von Diabetes oder Bluthochdruck.
Die Retinopathie (lat. Retinopathia) ist ein Oberbegriff für Erkrankungen der Netzhaut (Retina) des Auges. Die Netzhaut ist eine lichtempfindliche Gewebeschicht an der Innenwand des Augapfels, die visuelle Informationen aufnimmt und an das Gehirn weiterleitet. Bei einer Retinopathie werden die kleinen Blutgefäße der Netzhaut geschädigt, was langfristig zu einer erheblichen Beeinträchtigung oder sogar zum Verlust der Sehkraft führen kann. Die Erkrankung verläuft oft über lange Zeit ohne merkliche Symptome und wird deshalb häufig erst spät erkannt.
Es gibt verschiedene Formen der Retinopathie, die unterschiedliche Ursachen haben:
Im Frühstadium verursacht eine Retinopathie oft keine Beschwerden. Mit fortschreitender Erkrankung können folgende Symptome auftreten:
Die Diagnose einer Retinopathie erfolgt in der Regel durch einen Augenarzt (Ophthalmologen). Folgende Untersuchungsmethoden werden eingesetzt:
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und der Form der Retinopathie:
Im Vordergrund steht die Behandlung der Grunderkrankung. Bei der diabetischen Retinopathie ist eine optimale Blutzuckereinstellung essenziell. Bei der hypertensiven Retinopathie muss der Blutdruck konsequent gesenkt werden.
Durch gezielte Laserstrahlen werden geschädigte oder krankhaft neu gebildete Blutgefäße der Netzhaut verodert, um ein weiteres Wachstum und mögliche Blutungen zu verhindern.
Medikamente, wie sogenannte Anti-VEGF-Präparate (z. B. Ranibizumab, Bevacizumab), werden direkt in den Glaskorper des Auges injiziert, um das Wachstum krankhafter Blutgefäße zu hemmen und Schwellungen der Netzhaut (Makulaodeme) zu reduzieren.
In fortgeschrittenen Stadien kann eine operative Entfernung des Glaskorpers (Vitrektomie) notwendig sein, insbesondere bei Netzhautablösung oder nicht resorbierbaren Glaskorperblutungen.
Eine frühzeitige Vorsorge und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt sind entscheidend. Diabetiker sollten mindestens einmal jährlich eine Augenuntersuchung wahrnehmen. Eine gute Einstellung von Blutzucker und Blutdruck sowie ein gesunder Lebensstil können das Risiko einer Retinopathie erheblich reduzieren.
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