Rhesusfaktor – Bedeutung in Schwangerschaft und Transfusion
Rhesusfaktor verständlich erklärt: Blutgruppenmerkmal, Rolle bei Schwangerschaft und sichere Bluttransfusionen.
Wissenswertes über "Rhesusfaktor"
Der Rhesusfaktor ist ein vererbtes Merkmal auf der Oberfläche roter Blutkörperchen, das im Rahmen der Blutgruppenbestimmung als positiv oder negativ eingestuft wird.
Der Rhesusfaktor bezieht sich meist auf das sogenannte D-Antigen. Ist dieses Antigen auf den Erythrozyten vorhanden, spricht man von Rhesus-positiv, fehlt es, von Rhesus-negativ. Neben dem AB0-Blutgruppensystem ist der Rhesusfaktor eines der wichtigsten Merkmale in der Transfusionsmedizin. Er wird durch genetische Faktoren bestimmt und bleibt lebenslang unverändert.
Im klinischen Alltag ist der Rhesusfaktor vor allem in der Schwangerschaft relevant. Wenn eine Rhesus-negative Mutter ein Rhesus-positives Kind erwartet, kann es zur Bildung von Antikörpern gegen kindliche Blutzellen kommen. Ohne Vorsorge kann dies bei weiteren Schwangerschaften zu einer sogenannten Rhesus-Inkompatibilität führen. Durch die Gabe von Anti-D-Immunglobulin lässt sich dieses Risiko heute in den meisten Fällen verhindern.
Auch bei Bluttransfusionen ist die korrekte Bestimmung des Rhesusfaktors entscheidend, um immunologische Reaktionen zu vermeiden. Die Bestimmung erfolgt durch eine einfache Blutuntersuchung. In Kombination mit der AB0-Gruppe ermöglicht sie eine sichere Zuordnung von Blutkonserven.
Wichtigste Fakten zum Rhesusfaktor:
- Merkmal auf roten Blutkörperchen
- Unterscheidung in positiv oder negativ
- Wichtig bei Schwangerschaft und Transfusion
- Lebenslang genetisch festgelegt