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Der Rheumafaktor ist ein Antikörper im Blut, der bei rheumatoider Arthritis und anderen Erkrankungen nachgewiesen werden kann. Er dient als wichtiger Laborparameter in der Rheumadiagnostik.
Der Rheumafaktor ist ein Antikörper im Blut, der bei rheumatoider Arthritis und anderen Erkrankungen nachgewiesen werden kann. Er dient als wichtiger Laborparameter in der Rheumadiagnostik.
Der Rheumafaktor (RF) ist ein Autoantikörper, also ein Antikörper, der sich gegen körpereigene Strukturen richtet. Konkret richtet er sich gegen den Fc-Anteil von Immunglobulin G (IgG), einem normalen Bestandteil des Immunsystems. Der Rheumafaktor gehört überwiegend zur Klasse der IgM-Antikörper, kann aber auch als IgG oder IgA vorkommen. Sein Nachweis im Blut ist ein wichtiger Hinweis auf bestimmte entzündlich-rheumatische Erkrankungen.
Die Bestimmung des Rheumafaktors erfolgt vor allem zur Unterstützung der Diagnose der rheumatoiden Arthritis (RA), einer chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankung. Er ist auch Bestandteil der offiziellen Klassifikationskriterien der Erkrankung (ACR/EULAR 2010). Darüber hinaus kann ein erhöhter Rheumafaktor bei weiteren Erkrankungen auftreten.
Ein positiver Rheumafaktor ist nicht gleichbedeutend mit einer Rheumaerkrankung. Er kann bei verschiedenen Zuständen erhöht sein:
Der Rheumafaktor wird aus einer einfachen Blutprobe bestimmt. Es stehen verschiedene Labormethoden zur Verfügung:
Der Normwert liegt in den meisten Labors unter 14–20 IU/ml, wobei die Grenzwerte je nach Labor variieren können. Ein erhöhter Wert allein ist jedoch nicht ausreichend für eine Diagnose – er muss stets im klinischen Kontext bewertet werden.
Häufig wird der Rheumafaktor gemeinsam mit den Anti-CCP-Antikörpern (Antikörper gegen cyclisches citrulliniertes Peptid) bestimmt. Anti-CCP-Antikörper sind spezifischer für die rheumatoide Arthritis als der Rheumafaktor allein. Die Kombination beider Tests verbessert die diagnostische Aussagekraft erheblich.
Ein positiver Rheumafaktor erhöht die Wahrscheinlichkeit einer rheumatoiden Arthritis, schließt aber andere Erkrankungen nicht aus. Umgekehrt kann eine rheumatoide Arthritis auch bei negativem Rheumafaktor vorliegen (sog. seronegative RA). Der Titer des Rheumafaktors korreliert teilweise mit der Krankheitsaktivität und dem Risiko für Gelenkverletzungen sowie extraartikuläre Manifestationen. Der Rheumafaktor ist daher immer als Teil einer umfassenden rheumatologischen Untersuchung zu verstehen und sollte nie isoliert bewertet werden.
Der Rheumafaktor selbst wird nicht behandelt – er ist ein Laborwert, kein Krankheitsbild. Die Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Erkrankung. Bei rheumatoider Arthritis kommen folgende Therapieansätze zum Einsatz:
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