Ringelflechte Ursachen: Auslöser und Risikofaktoren
Ringelflechte wird durch Fadenpilze ausgelöst und ist hochansteckend. Erfahren Sie mehr über die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren.
Wissenswertes über "Ringelflechte ursachen"
Ringelflechte wird durch Fadenpilze ausgelöst und ist hochansteckend. Erfahren Sie mehr über die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren.
Was ist Ringelflechte?
Die Ringelflechte (medizinisch: Tinea corporis) ist eine Hautpilzerkrankung, die durch bestimmte Fadenpilze – sogenannte Dermatophyten – verursacht wird. Sie äußert sich typischerweise durch ringförmige, rötliche und schuppende Hautflächen. Trotz ihres Namens hat die Ringelflechte nichts mit Würmern zu tun, sondern ist ausschließlich eine Pilzinfektion.
Ursachen der Ringelflechte
Die Hauptursache der Ringelflechte ist eine Infektion mit Dermatophyten, also Fadenpilzen, die Keratin – den Eiweißstoff in Haut, Haaren und Nägeln – als Nährquelle nutzen. Die häufigsten Erreger sind:
- Trichophyton rubrum – der weltweit am häufigsten vorkommende Hautpilzerreger
- Trichophyton tonsurans – besonders bei Kindern und im Kopfbereich
- Microsporum canis – häufig übertragen durch Katzen und Hunde
- Epidermophyton floccosum – betrifft vor allem die Haut und Nägel
Übertragungswege
Ringelflechte ist eine ansteckende Erkrankung und kann auf verschiedenen Wegen übertragen werden:
- Direkter Kontakt mit infizierten Personen oder Tieren (z. B. Haustieren)
- Indirekter Kontakt über kontaminierte Gegenstände wie Handtücher, Kleidung, Kämme oder Sportmatten
- Bodenkontakt in feuchten Umgebungen wie Schwimmbädern, Duschen oder Umkleidekabinen
- Zoonotische Übertragung: Übertragung von Tieren (vor allem Katzen, Hunden, Meerschweinchen) auf Menschen
Risikofaktoren
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, an Ringelflechte zu erkranken:
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. bei HIV-Infektion, Diabetes mellitus oder Einnahme von Immunsuppressiva)
- Enger Körperkontakt beim Sport (z. B. Ringen, Judo)
- Übermäßiges Schwitzen und mangelnde Hauthygiene
- Kindliches Alter – Kinder sind häufiger betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist
- Leben in warmen, feuchten Klimazonen – Pilze gedeihen besonders gut bei Wärme und Feuchtigkeit
- Enger Kontakt mit Tieren, insbesondere Haustieren, die Träger von Dermatophyten sein können
- Verletzungen oder Risse in der Haut, die als Eintrittspforte für Pilze dienen
Entstehung der Infektion
Wenn Dermatophyten auf die Haut gelangen, beginnen sie, das Keratin der Hornschicht abzubauen und sich zu vermehren. Die typischen ringförmigen Hautveränderungen entstehen, weil sich der Pilz kreisförmig nach außen ausbreitet, während die Hautreaktion (Rötung, Schuppung, Juckreiz) am Rand des wachsenden Rings am stärksten ausgeprägt ist. Im Zentrum kann die Haut wieder normal aussehen, da der Pilz dort bereits überwunden wurde.
Wann zum Arzt?
Bei Verdacht auf Ringelflechte sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn:
- die ringförmigen Hautveränderungen sich ausbreiten oder nicht von selbst verschwinden
- Kinder oder immungeschwächte Personen betroffen sind
- zusätzlich Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl auftritt
- der Kopfbereich oder die Nägel betroffen sind
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Steckbriefe zu Mykosen – Dermatophytosen. www.rki.de
- Nenoff P. et al.: Dermatophytosen – Diagnose und Therapie. Deutsches Ärzteblatt, 2014; 111(29-30): 502–510.
- World Health Organization (WHO): Skin infections – Overview and prevention. www.who.int
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