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Die Rötelnembryopathie ist eine schwere Schädigung des ungeborenen Kindes durch eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft. Sie kann zu Herzfehlern, Taubheit und Sehstörungen führen.
Die Rötelnembryopathie ist eine schwere Schädigung des ungeborenen Kindes durch eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft. Sie kann zu Herzfehlern, Taubheit und Sehstörungen führen.
Die Rötelnembryopathie – auch bekannt als kongenitales Röteln-Syndrom (CRS, Congenital Rubella Syndrome) – bezeichnet eine Gruppe schwerer Fehlbildungen und Organschäden beim Neugeborenen, die durch eine Infektion der Mutter mit dem Rötelnvirus (Rubella-Virus) während der Schwangerschaft verursacht wird. Besonders gefährlich ist die Infektion im ersten Trimester (bis zur 16. Schwangerschaftswoche), da in dieser Phase die Organe des Kindes angelegt werden und besonders empfindlich gegenüber Virusschäden sind.
Die Ursache der Rötelnembryopathie ist die transplazentare Übertragung des Rubella-Virus von der infizierten Mutter auf das ungeborene Kind. Das Virus gelangt über die Plazenta in den fetalen Blutkreislauf und schädigt dort direkt die sich entwickelnden Zellen und Organsysteme.
Das klinische Bild der Rötelnembryopathie ist vielgestaltig und hängt stark vom Zeitpunkt der Infektion in der Schwangerschaft ab. Die klassische Trias nach Gregg umfasst:
Darüber hinaus können folgende Schäden auftreten:
Die Diagnose der Rötelnembryopathie erfolgt auf mehreren Ebenen:
Eine ursächliche antivirale Therapie gegen das Rötelnvirus existiert nicht. Die Behandlung der Rötelnembryopathie ist daher symptomatisch und supportiv:
Die wichtigste Maßnahme zur Verhütung der Rötelnembryopathie ist die Schutzimpfung gegen Röteln. In Deutschland empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) die zweimalige Impfung mit dem MMR-Kombinationsimpfstoff (Masern, Mumps, Röteln) im Kindesalter. Frauen im gebärfähigen Alter sollten ihren Impfstatus überprüfen lassen. Ein ausreichender Impfschutz verhindert nahezu vollständig das Auftreten der Rötelnembryopathie.
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