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Rosavin ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Rosenwurz (Rhodiola rosea) und gilt als eines der wichtigsten Adaptogene in der Naturmedizin.
Rosavin ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Rosenwurz (Rhodiola rosea) und gilt als eines der wichtigsten Adaptogene in der Naturmedizin.
Rosavin ist ein phenylpropanoides Glykosid, das hauptsächlich in der Heilpflanze Rhodiola rosea (Rosenwurz) vorkommt. Es zählt zu den wichtigsten bioaktiven Verbindungen dieser Pflanze und ist, zusammen mit Salidrosid, maßgeblich für deren adaptogene Wirkung verantwortlich. Als Adaptogen bezeichnet man Substanzen, die dem Körper helfen, sich an körperliche und psychische Stresssituationen anzupassen und die Widerstandsfähigkeit des Organismus zu erhöhen.
Rosavin kommt nahezu ausschließlich in Rhodiola rosea vor und gilt daher als Leitsubstanz dieser Pflanze. Die Rosenwurz wächst vor allem in den Hochgebirgsregionen Europas, Asiens und Nordamerikas, insbesondere in Sibirien, Skandinavien und dem Kaukasus. Für therapeutische Anwendungen werden standardisierte Extrakte verwendet, die einen definierten Gehalt an Rosavinen (meist 3 %) und Salidrosid (meist 1 %) aufweisen.
Der genaue Wirkmechanismus von Rosavin ist noch Gegenstand der Forschung, jedoch wurden folgende biologische Effekte in Studien beobachtet:
Rosavin wird hauptsächlich im Rahmen von standardisierten Rhodiola-rosea-Extrakten eingesetzt. Folgende Anwendungsgebiete sind wissenschaftlich untersucht:
Standardisierte Rhodiola-rosea-Extrakte mit einem Rosavin-Gehalt von mindestens 3 % und einem Salidrosid-Gehalt von mindestens 1 % gelten als qualitativ hochwertig. Die in Studien verwendeten Tagesdosen liegen typischerweise zwischen 200 mg und 600 mg Extrakt pro Tag. Die Einnahme erfolgt häufig morgens oder vor körperlicher bzw. mentaler Belastung, da Rhodiola-Extrakte aktivierend wirken können. Eine zyklische Einnahme (z. B. 4–6 Wochen Einnahme, gefolgt von einer Pause) wird häufig empfohlen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich.
Rosavin und Rhodiola-rosea-Extrakte gelten bei bestimmungsgemäßer Anwendung allgemein als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind:
Personen mit bipolarer Störung oder Autoimmunerkrankungen sollten Rhodiola-Extrakte nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Schwangere und stillende Frauen sollten auf die Einnahme verzichten, da ausreichende Sicherheitsdaten fehlen. Wechselwirkungen mit Antidepressiva (insbesondere MAO-Hemmern) und anderen zentralnervensystemwirksamen Medikamenten sind möglich.
Oft werden Rosavin und Salidrosid im gleichen Zusammenhang genannt, da beide in Rhodiola rosea vorkommen. Während Rosavin spezifisch für Rhodiola rosea ist, kommt Salidrosid auch in anderen Pflanzen vor. Beide Substanzen ergänzen sich in ihrer Wirkung, weshalb qualitativ hochwertige Präparate beide Verbindungen in einem definierten Verhältnis enthalten.
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