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Rosmarinsäure ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole, der in Rosmarin, Salbei und Basilikum vorkommt und antioxidative sowie entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
Rosmarinsäure ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole, der in Rosmarin, Salbei und Basilikum vorkommt und antioxidative sowie entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
Rosmarinsäure ist eine natürlich vorkommende phenolische Verbindung aus der Gruppe der Polyphenole. Sie wird in zahlreichen Pflanzen der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gebildet, darunter Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Salbei (Salvia officinalis), Basilikum (Ocimum basilicum), Pfefferminze (Mentha piperita) und Melisse (Melissa officinalis). Chemisch handelt es sich um einen Ester aus Kaffeesäure und 3,4-Dihydroxyphenylsäure. Rosmarinsäure wurde erstmals 1958 aus Rosmarin isoliert und ist seitdem intensiv erforscht worden.
Rosmarinsäure entfaltet ihre biologische Wirkung über mehrere Mechanismen:
Klinische Studien deuten darauf hin, dass Rosmarinsäure die Ausschüttung von Histamin hemmen und allergische Reaktionen, etwa bei Heuschnupfen oder allergischem Asthma, lindern kann. Sie hemmt die Aktivierung von Mastzellen, die für die Freisetzung von Histamin verantwortlich sind.
In präklinischen Studien zeigte Rosmarinsäure, dass sie die Aggregation von Beta-Amyloid-Proteinen hemmen kann, die bei der Entstehung der Alzheimer-Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. Die Forschung befindet sich jedoch größtenteils noch im Tierstudien- und In-vitro-Stadium.
Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften wird Rosmarinsäure bei entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen und Hauterkrankungen wie Neurodermitis untersucht.
In Laborstudien wurden antiproliferative Effekte beobachtet, das heißt, Rosmarinsäure kann das Wachstum bestimmter Krebszellen hemmen. Diese Erkenntnisse beruhen bisher überwiegend auf Zellkulturexperimenten und sind nicht direkt auf den Menschen übertragbar.
Rosmarinsäure ist in vielen Küchenkräutern enthalten, die regelmäßig in der Ernährung verwendet werden. Besonders reich an Rosmarinsäure sind:
Zusätzlich ist Rosmarinsäure als Nahrungsergänzungsmittel, als Extrakt oder in kombinierten Pflanzenprodukten erhältlich. Über die genaue optimale Tagesdosis für den Menschen gibt es bislang keine offiziellen Empfehlungen etablierter Gesundheitsbehörden.
In klinischen Studien wurden Dosen zwischen 50 mg und 500 mg pro Tag eingesetzt, meist als standardisierter Extrakt. Rosmarinsäure gilt in üblichen Mengen als sicher und gut verträglich. Bei sehr hohen Dosen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Schwangere und Stillende sollten hohe Dosierungen als Nahrungsergänzungsmittel ohne ärztliche Rücksprache vermeiden, da die Datenlage hierzu begrenzt ist.
Rosmarinsäure kann die Aufnahme von Eisen im Darm hemmen, weshalb bei einem bekannten Eisenmangel Vorsicht geboten ist. Darüber hinaus können mögliche Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten nicht ausgeschlossen werden. Personen, die Medikamente einnehmen, sollten vor der Einnahme von Rosmarinsäure-Präparaten ärztlichen Rat einholen.
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