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Rotavirus: Symptome, Behandlung & Impfung

Rotavirus ist ein häufiger Erreger von schwerem Durchfall, vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Infektion ist weltweit verbreitet und durch Impfung vermeidbar.

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Wissenswertes über "Rotavirus"

Rotavirus ist ein häufiger Erreger von schwerem Durchfall, vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Infektion ist weltweit verbreitet und durch Impfung vermeidbar.

Was ist Rotavirus?

Rotavirus ist ein hochansteckender Virus, der zu den häufigsten Ursachen von schweren Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern weltweit zählt. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort rota (Rad) ab, da der Virus unter dem Elektronenmikroskop wie ein Rad aussieht. Rotaviren gehören zur Familie der Reoviridae und kommen in verschiedenen Genotypen vor.

Ursachen und Übertragung

Rotaviren werden überwiegend auf dem fäkal-oralen Weg übertragen, das heißt durch den Kontakt mit kontaminiertem Stuhl, verseuchtem Wasser oder nicht hygienisch zubereiteten Lebensmitteln. Auch eine Übertragung über kontaminierte Oberflächen und Hände ist möglich. Rotaviren sind sehr widerstandsfähig in der Umwelt und können auf Gegenständen stundenlang infektiös bleiben.

  • Kontakt mit infizierten Personen (z. B. in Kitas oder Krankenhäusern)
  • Berühren kontaminierter Oberflächen und anschließendes Berühren des Mundes
  • Trinken von kontaminiertem Wasser oder Verzehr kontaminierter Lebensmittel

Symptome

Die Inkubationszeit beträgt in der Regel ein bis drei Tage. Die Erkrankung beginnt häufig plötzlich mit folgenden Symptomen:

  • Wässriger Durchfall (kann mehrere Tage andauern)
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit

Besonders gefährlich ist der Flüssigkeitsverlust (Dehydration), der bei Säuglingen und Kleinkindern rasch zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen kann. Auch ältere oder immungeschwächte Personen sind gefährdet.

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel anhand der typischen Krankheitszeichen gestellt. Zur Sicherung der Diagnose stehen Schnelltests aus einer Stuhlprobe zur Verfügung, die Rotavirus-Antigene nachweisen. In bestimmten Fällen kann auch eine PCR-Untersuchung (Polymerase-Kettenreaktion) eingesetzt werden, um den Virustyp genau zu bestimmen.

Behandlung

Eine spezifische antivirale Therapie gegen Rotaviren existiert bisher nicht. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und zielt vor allem auf den Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes ab:

  • Orale Rehydratationslösungen (ORL): speziell zusammengesetzte Zucker-Salz-Lösungen zum Trinken
  • Bei schwerer Dehydration: Flüssigkeitsgabe über die Vene (intravenous)
  • Schonkost und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • In der Regel keine Antibiotika, da Antibiotika gegen Viren nicht wirksam sind

Vorbeugung und Impfung

Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung ist die Rotavirus-Schutzimpfung. Diese wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Säuglinge empfohlen und sollte im Alter von sechs bis zwölf Wochen begonnen werden. Es stehen zwei zugelassene Impfstoffe zur Verfügung (Rotarix und RotaTeq), die oral (als Tropfen) verabreicht werden.

Zusätzlich helfen folgende hygienische Maßnahmen, eine Übertragung zu verhindern:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Sorgfältige Entsorgung von Windeln
  • Desinfektion kontaminierter Flächen

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Rotavirus-Erkrankung. RKI-Ratgeber. Stand 2023. Verfügbar unter: https://www.rki.de
  2. Parashar UD, et al. - Rotavirus and Severe Childhood Diarrhea. Emerging Infectious Diseases, 2006;12(2):304-306. PubMed PMID: 16494759.
  3. Weltgesundheitsorganisation (WHO): Rotavirus vaccines. WHO position paper. Weekly Epidemiological Record, 2013;88(5):49-64. Verfügbar unter: https://www.who.int

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