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Die Rotlichttherapie nutzt rotes Infrarotlicht zur Linderung von Schmerzen, Muskelentspannung und Förderung der Wundheilung. Sie ist eine bewährte physikalische Therapieform.
Die Rotlichttherapie nutzt rotes Infrarotlicht zur Linderung von Schmerzen, Muskelentspannung und Förderung der Wundheilung. Sie ist eine bewährte physikalische Therapieform.
Die Rotlichttherapie ist eine physikalische Behandlungsmethode, bei der rotes oder nahinfrarotes Licht mit Wellenlängen zwischen etwa 620 und 850 Nanometern gezielt auf die Haut und das darunter liegende Gewebe gestrahlt wird. Das Licht dringt tiefer in das Gewebe ein als gewöhnliches sichtbares Licht und erzeugt dort eine Wärmewirkung sowie photobiologische Effekte, die verschiedene Heilungsprozesse unterstützen können. Die Methode wird sowohl im medizinischen Fachbereich als auch zur Eigenanwendung zuhause genutzt.
Rotes und nahinfrarotes Licht wird von den Mitochondrien – den Kraftwerken der Zellen – absorbiert. Dabei wird das Enzym Cytochrom-c-Oxidase aktiviert, was die Produktion von Adenosintriphosphat (ATP), dem zellulären Energieträger, erhöht. Zusätzlich fördert die Rotlichttherapie:
Die Rotlichttherapie wird bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt:
Die Rotlichttherapie wird mithilfe von speziellen Rotlichtlampen oder LED-Panels durchgeführt. Der Abstand zur Lichtquelle, die Behandlungsdauer und die Wellenlänge des Lichts sind entscheidend für die Wirksamkeit. Typische Anwendungsparameter sind:
Die Augen sollten während der Behandlung mit einer geeigneten Schutzbrille geschützt werden, da intensives Licht die Netzhaut schädigen kann.
Die Rotlichttherapie gilt bei sachgemäßer Anwendung als sicher und nebenwirkungsarm. Selten können folgende Reaktionen auftreten:
Kontraindiziert ist die Rotlichttherapie bei:
Zahlreiche klinische Studien belegen die Wirksamkeit der Rotlichttherapie bei muskuloskelettalen Beschwerden, Wundheilung und Hautverjüngung. Die Forschung zur sogenannten Photobiomodulation (PBM) – dem wissenschaftlichen Begriff für diesen Therapieansatz – ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Dennoch sind für einige Indikationen weitere großangelegte Studien erforderlich, um die optimalen Behandlungsparameter zu standardisieren.
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