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Ein Säugling ist ein Kind im ersten Lebensjahr. Diese Phase ist geprägt durch rasantes Wachstum, Entwicklung und besondere Ernährungs- sowie Pflegebedürfnisse.
Ein Säugling ist ein Kind im ersten Lebensjahr. Diese Phase ist geprägt durch rasantes Wachstum, Entwicklung und besondere Ernährungs- sowie Pflegebedürfnisse.
Als Säugling bezeichnet man ein Kind vom Ende der Neugeborenenperiode (ab dem 29. Lebenstag) bis zum vollendeten ersten Lebensjahr. Der Begriff leitet sich vom Stillen (Saugen an der Brust) ab und beschreibt eine der dynamischsten Entwicklungsphasen im menschlichen Leben. In dieser Zeit verdreifacht sich das Geburtsgewicht in der Regel, und das Gehirn wächst stärker als in jedem späteren Lebensabschnitt.
In den ersten zwölf Lebensmonaten durchläuft ein Säugling eine bemerkenswerte körperliche Entwicklung:
Das Gehirn des Säuglings bildet in dieser Phase Milliarden von neuronalen Verbindungen. Säuglinge entwickeln früh die Fähigkeit zur sozialen Interaktion: Sie lächeln ab dem 2. Monat sozial, reagieren auf Stimmen und Gesichter, und beginnen gegen Ende des ersten Lebensjahres, erste Wörter zu verstehen.
Muttermilch gilt als optimale Ernährung für Säuglinge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Säuglinge in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen, da Muttermilch alle notwendigen Nährstoffe in idealer Zusammensetzung liefert und zusätzlich Schutz vor Infektionen und Allergien bietet.
Wenn Stillen nicht möglich oder nicht gewünscht ist, stellt geeignete Säuglingsanfangsnahrung (Formulanahrung) eine sichere Alternative dar. Diese ist nach strengen EU-Richtlinien zusammengesetzt und deckt den nährstoffbedarf des Säuglings.
Ab dem vollendeten 4. Monat, spätestens jedoch ab dem 7. Monat, wird die schrittweise Einführung von Beikost (Ergänzungsnahrung) empfohlen. Begonnen wird typischerweise mit Gemüse-, Getreide- oder Obstbreien. Kuhmilch als Hauptgetränk sollte vor dem ersten Geburtstag nicht gegeben werden.
Für Säuglinge sind in Deutschland regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) vorgesehen, die Wachstum, Entwicklung und Gesundheit kontrollieren. Im ersten Lebensjahr umfassen diese:
Zusätzlich sind Schutzimpfungen gemäß dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) ein wesentlicher Bestandteil der Säuglingsvorsorge.
Säuglinge schlafen in den ersten Wochen bis zu 16–18 Stunden pro Tag, verteilt auf mehrere Schlafphasen. Ein stabiler Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt sich meist erst ab dem 3.–4. Lebensmonat. Zur Vorbeugung des plötzlichen Kindstods (SIDS) empfehlen Experten, Säuglinge auf dem Rücken zu lagern, in einem rauchfreien Umfeld schlafen zu lassen und auf zu weiche Bettausstattung zu verzichten.
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