Safran: Wirkung, Inhaltsstoffe & Anwendung
Safran ist ein wertvolles Gewürz aus den Narben der Krokuspflanze und wird in der Medizin für seine stimmungsaufhellenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.
Wissenswertes über "Safran"
Safran ist ein wertvolles Gewürz aus den Narben der Krokuspflanze und wird in der Medizin für seine stimmungsaufhellenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.
Was ist Safran?
Safran (Crocus sativus) ist eines der teuersten und seltensten Gewürze der Welt. Er wird aus den getrockneten Narbenfäden der Safranpflanze gewonnen, die zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) gehört. Ursprünglich aus dem Nahen Osten stammend, wird Safran heute vor allem im Iran, in Spanien, Indien und Griechenland angebaut. In der traditionellen Medizin verschiedener Kulturen wird Safran seit Jahrtausenden eingesetzt – sowohl als Gewürz als auch als Heilmittel.
Wirkstoffe und Inhaltsstoffe
Die medizinische Wirkung von Safran beruht auf einer Reihe von bioaktiven Verbindungen:
- Crocin und Crocetin: Carotinoide, die für die leuchtend gelb-rote Farbe verantwortlich sind und antioxidative Eigenschaften besitzen.
- Safranal: Das ätherische Öl, das dem Safran seinen charakteristischen Geruch verleiht und neuroprotektive Eigenschaften zeigt.
- Picrocrocin: Verantwortlich für den bitteren Geschmack und hat ebenfalls antioxidative Eigenschaften.
- Kaempferol: Ein Flavonoid mit entzündungshemmenden Eigenschaften.
Biologische Wirkungen und Anwendungsgebiete
Stimmung und psychische Gesundheit
Safranextrakt hat in mehreren klinischen Studien antidepressive Wirkungen gezeigt, die mit bestimmten Antidepressiva vergleichbar sind. Es wird angenommen, dass Safran die Verfügbarkeit von Serotonin im Gehirn erhöht, was zur Stimmungsaufhellung beiträgt. In Studien wurden tägliche Dosen von 30 mg Safranextrakt untersucht.
Antioxidative und entzündungshemmende Wirkung
Die enthaltenen Carotinoide – insbesondere Crocin und Crocetin – wirken als starke Antioxidantien und können oxidativen Stress im Körper reduzieren. Dies kann chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes vorbeugen helfen.
Kognitive Funktion
Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Safran neuroprotektiv wirkt und möglicherweise den kognitiven Verfall bei älteren Menschen verlangsamen kann. Einige Studien untersuchten den Einsatz bei Alzheimer-Erkrankung mit vielversprechenden Ergebnissen.
Augenheilkunde
Es gibt Hinweise darauf, dass Safran die Sehfunktion bei altersbedingter Makuladegeneration verbessern kann, was auf seine antioxidative Wirkung zurückgeführt wird.
Blutzucker und Herz-Kreislauf-System
Safran kann zur Regulierung des Blutzuckerspiegels beitragen und hat potenzielle kardioprotektive Eigenschaften, indem er den Cholesterinspiegel positiv beeinflusst.
Empfohlene Dosierung
In klinischen Studien wurden in der Regel 30 mg Safranextrakt pro Tag verwendet. Als Gewürz in der Ernährung ist Safran in üblichen Mengen sicher. Eine übermäßige Einnahme (ab ca. 5 Gramm) kann jedoch toxisch wirken und sollte vermieden werden.
Sicherheit und Nebenwirkungen
Safran gilt in nahrungsrelevanten Mengen als sicher. In höheren Dosen können folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Müdigkeit und Schwindel
- Veränderungen der Stimmung
- Magen-Darm-Beschwerden
- In sehr hohen Dosen: uterusstimulierend (daher während der Schwangerschaft in hohen Dosen nicht empfohlen)
Personen, die blutverdünnende Medikamente oder Antidepressiva einnehmen, sollten vor der Einnahme von Safranpräparaten ihren Arzt konsultieren.
Quellen
- Hausenblas, H. A. et al. (2013): Saffron (Crocus sativus L.) and major depressive disorder: a meta-analysis of randomized clinical trials. Journal of Integrative Medicine, 11(6), 377–383.
- Lopresti, A. L. & Drummond, P. D. (2014): Saffron (Crocus sativus) for depression: a systematic review of clinical studies and examination of underlying antidepressant mechanisms of action. Human Psychopharmacology, 29(6), 517–527.
- Bathaie, S. Z. & Mousavi, S. Z. (2010): New applications and mechanisms of action of saffron and its important ingredients. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 50(8), 761–786.
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