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Die Salter-Harris-Fraktur ist ein Knochenbruch bei Kindern und Jugendlichen, der die Wachstumsfuge betrifft. Je nach Typ kann sie die körperliche Entwicklung beeinflussen.
Die Salter-Harris-Fraktur ist ein Knochenbruch bei Kindern und Jugendlichen, der die Wachstumsfuge betrifft. Je nach Typ kann sie die körperliche Entwicklung beeinflussen.
Eine Salter-Harris-Fraktur ist ein Knochenbruch, der die Wachstumsfuge (Epiphysenfuge) eines noch wachsenden Knochens betrifft. Diese Art von Fraktur tritt ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen auf, da Erwachsene keine aktiven Wachstumsfugen mehr besitzen. Die Wachstumsfuge ist eine knorpelige Zone am Ende langer Knochen, in der neues Knochengewebe gebildet wird. Sie ist mechanisch schwächer als der umliegende Knochen und daher besonders anfällig für Verletzungen.
Die Klassifikation nach Salter und Harris wurde 1963 von den kanadischen Ärzten Robert B. Salter und W. Robert Harris eingeführt und ist bis heute das weltweit gebräuchlichste System zur Einteilung dieser Frakturen.
Die Klassifikation umfasst fünf Typen, die sich nach der Lage und dem Ausmaß der Verletzung innerhalb der Wachstumsfuge unterscheiden:
Salter-Harris-Frakturen entstehen typischerweise durch:
Besonders häufig betroffen sind das Handgelenk, der Knöchel, der Unterschenkel und die Finger. Kinder zwischen 10 und 16 Jahren tragen das höchste Risiko, da in dieser Phase das Knochenwachstum besonders aktiv ist.
Die typischen Symptome einer Salter-Harris-Fraktur umfassen:
Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren:
Die Behandlung richtet sich nach dem Frakturtyp, der Lokalisation und dem Alter des Kindes:
Bei Typ-I- und Typ-II-Frakturen ohne wesentliche Fehlstellung ist häufig eine konservative Therapie ausreichend. Dabei wird der betroffene Knochen durch einen Gipsverband oder eine Schiene ruhiggestellt. Die Ruhigstellungsdauer beträgt in der Regel drei bis sechs Wochen, abhängig von Alter und Lokalisation.
Frakturen vom Typ III, IV und V sowie stark verschobene Typ-II-Frakturen erfordern häufig eine operative Reposition und Fixierung, zum Beispiel mit Kirschner-Drähten, Schrauben oder Platten. Ziel ist es, die anatomische Stellung der Wachstumsfuge wiederherzustellen und Wachstumsstörungen zu verhindern.
Nach der Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig, um das weitere Knochenwachstum zu überwachen. Bei höhergradigen Frakturen sollten Verlaufskontrollen über mindestens ein bis zwei Jahre erfolgen.
Die wichtigste Komplikation ist eine Wachstumsstörung durch Schädigung der Wachstumsfuge. Dies kann zu:
Das Risiko ist bei Typ-IV- und Typ-V-Frakturen am höchsten.
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