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Sarkopenie bezeichnet den altersbedingten Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft. Sie erhöht das Sturzrisiko und mindert die Lebensqualität älterer Menschen.
Sarkopenie bezeichnet den altersbedingten Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft. Sie erhöht das Sturzrisiko und mindert die Lebensqualität älterer Menschen.
Sarkopenie ist eine fortschreitende Skelettmuskelerkrankung, die mit dem Verlust von Muskelmasse, Muskelkraft und körperlicher Leistungsfähigkeit einhergeht. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: sarx (Fleisch) und penia (Mangel). Sarkopenie tritt vor allem im höheren Lebensalter auf und gilt seit 2016 offiziell als eigenständige Erkrankung mit einem eigenen ICD-10-Code (M62.84). Sie ist ein bedeutender Risikofaktor für Stürze, Knochenbrüche, Pflegebedürftigkeit und eine erhöhte Sterblichkeit.
Die Entstehung der Sarkopenie ist multifaktoriell. Folgende Faktoren spielen eine zentrale Rolle:
Sarkopenie entwickelt sich schleichend und wird oft erst spät erkannt. Typische Zeichen sind:
Die Diagnose der Sarkopenie basiert auf international anerkannten Kriterien, etwa denen der European Working Group on Sarcopenia in Older People (EWGSOP2). Folgende Untersuchungen werden eingesetzt:
Eine kausale Therapie der Sarkopenie existiert bisher nicht. Die Behandlung zielt auf eine Verlangsamung des Muskelabbaus und eine Verbesserung der körperlichen Funktion ab.
Regelmäßiges Widerstandstraining (Krafttraining) ist die wirksamste Maßnahme gegen Sarkopenie. Schon zwei bis drei Einheiten pro Woche können Muskelmasse und -kraft spürbar verbessern. Ergänzend empfehlen sich Gleichgewichts- und Ausdauerübungen.
Eine optimierte Eiweißzufuhr ist essenziell. Empfohlen werden für ältere Menschen:
Derzeit gibt es kein zugelassenes Medikament speziell für Sarkopenie. In bestimmten Fällen kann ein Vitamin-D-Mangel behandelt oder eine Hormonersatztherapie erwägt werden. Verschiedene Wirkstoffe (z. B. selektive Androgen-Rezeptor-Modulatoren, Myostatin-Inhibitoren) befinden sich in klinischer Erprobung.
Sarkopenie kann durch einen aktiven Lebensstil, ausgewogene Ernährung und regelmäßiges Krafttraining über das gesamte Leben hinweg verzögert oder abgemildert werden. Besonders wichtig ist die frühzeitige Förderung der Muskelgesundheit bereits in der Lebensmitte.
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