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Die Saugglockengeburt ist eine geburtsmedizinische Methode, bei der eine Saugglocke am kindlichen Kopf befestigt wird, um die Geburt zu unterstützen.
Die Saugglockengeburt ist eine geburtsmedizinische Methode, bei der eine Saugglocke am kindlichen Kopf befestigt wird, um die Geburt zu unterstützen.
Die Saugglockengeburt, auch Vakuumextraktion genannt, ist ein geburtshilfliches Verfahren, bei dem eine spezielle Saugglocke (Vakuumglocke) am Kopf des Kindes befestigt wird, um den Geburtsvorgang zu unterstützen oder zu beschleunigen. Mithilfe eines Unterdrucks wird die Glocke am Kopf fixiert, und der Geburtshelfer zieht das Kind sanft durch den Geburtskanal. Dieses Verfahren gehört zu den sogenannten operativen vaginalen Entbindungsmethoden.
Eine Saugglockengeburt wird eingesetzt, wenn die natürliche Geburt ins Stocken geraten ist oder Mutter bzw. Kind unter Stress stehen. Typische Indikationen sind:
Damit eine Saugglockengeburt durchgeführt werden kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:
Kontraindikationen (Gegenanzeigen) umfassen unter anderem ein Gestationsalter unter 34 Wochen, bestimmte Blutgerinnungsstörungen des Kindes sowie Gesichts- oder Steißlagen.
Der Geburtshelfer oder die Geburtshelferin setzt die Saugglocke am kindlichen Kopf an, meist an der sogenannten Leitlinie (dem idealen Ansatzpunkt). Anschließend wird ein Unterdruck (Vakuum) aufgebaut, der die Glocke am Kopf fixiert. Während einer Wehe und gleichzeitigem Pressen der Mutter zieht der Geburtshelfer sanft, um das Kind durch den Geburtskanal zu führen. Das Verfahren wird in der Regel innerhalb von drei bis fünf Kontraktionen abgeschlossen. Falls kein Fortschritt erzielt wird, muss auf einen Kaiserschnitt umgestellt werden.
Wie jede medizinische Intervention birgt auch die Saugglockengeburt Risiken, die jedoch bei sachgemäßer Durchführung gering sind:
Nach einer Saugglockengeburt werden Mutter und Kind sorgfältig überwacht. Beim Neugeborenen wird der Kopf regelmäßig auf Schwellungen oder Verfärbungen kontrolliert. Eine Geburtsgeschwulst bildet sich in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden zurück, ein Kephalohämatom kann einige Wochen benötigen. Die Mutter erhält bei Bedarf Schmerzmittel und Unterstützung bei der Wundheilung. In den meisten Fällen verläuft die Erholung komplikationslos.
Die Saugglockengeburt wird häufig der Zangengeburt (Forceps-Entbindung) vorgezogen, da sie in der Regel mit weniger mütterlichen Verletzungen verbunden ist. Jedoch ist die Zangengeburt bei bestimmten Lagen des Kindes besser geeignet. Beide Methoden sind Alternativen zum Kaiserschnitt, wenn eine schnelle vaginale Entbindung medizinisch notwendig ist.
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