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Schellack (E904) ist ein natürlicher Harzlack, der von Lackschildläusen produziert wird. Er wird in der Lebensmittelindustrie als Überzugsmittel für Obst, Süßwaren und Arzneimittel eingesetzt.
Schellack (E904) ist ein natürlicher Harzlack, der von Lackschildläusen produziert wird. Er wird in der Lebensmittelindustrie als Überzugsmittel für Obst, Süßwaren und Arzneimittel eingesetzt.
Schellack (Lebensmittelzusatzstoff E904) ist ein natürlicher Harzlack, der aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus (Kerria lacca) gewonnen wird. Diese Insekten leben hauptsächlich auf Bäumen in Süd- und Südostasien, insbesondere in Indien und Thailand. Schellack gehört zu den ältesten bekannten Naturharzen und wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Industriezweigen verwendet.
Die Lackschildläuse scheiden Schellack als Schutzhülle ab. Dieser Rohschellack wird von den Ästen der Bäume geerntet, gereinigt und aufgeschmolzen, um ihn von Verunreinigungen zu befreien. Der gereinigte Schellack besteht hauptsächlich aus:
Schellack ist in Alkohol löslich, aber wasserunlöslich, was ihn zu einem idealen Überzugsmittel macht.
In der Lebensmittelindustrie wird Schellack als Überzugsmittel und Glasiermittel eingesetzt. Er verlängert die Haltbarkeit von Lebensmitteln, verbessert deren Aussehen und schützt empfindliche Oberflächen. Typische Anwendungsbereiche sind:
In der Pharmaindustrie wird Schellack als Filmbildner für Tabletten und Kapseln verwendet. Er ermöglicht eine magensaftresistente Beschichtung, die verhindert, dass der Wirkstoff bereits im Magen freigesetzt wird. Stattdessen wird er gezielt im Dünndarm abgegeben.
In der Europäischen Union ist Schellack als Lebensmittelzusatzstoff unter der Bezeichnung E904 zugelassen. Lebensmittel, die mit Schellack behandelt wurden, müssen entsprechend gekennzeichnet sein, z.B. mit dem Hinweis „gewachst“ oder „Überzugsmittel: Schellack“. Da Schellack tierischen Ursprungs ist, ist er für Veganer und Vegetarier in der Regel nicht akzeptabel.
Schellack gilt nach aktuellem wissenschaftlichem Stand als gesundheitlich unbedenklich, wenn er in den zugelassenen Mengen verwendet wird. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Schellack bewertet und keine Sicherheitsbedenken bei der üblichen Verwendung festgestellt. Allergische Reaktionen sind selten, aber möglich, insbesondere bei Personen mit bekannten Insektenallergien.
Außerhalb der Lebensmittel- und Pharmaindustrie findet Schellack breite Anwendung in:
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