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Das Schienbeinkantensyndrom ist ein schmerzhaftes Überlastungssyndrom des Schienbeins, das häufig bei Läufern und Sportlern auftritt. Typisch sind ziehende Schmerzen entlang der inneren Schienbeinkante.
Das Schienbeinkantensyndrom ist ein schmerzhaftes Überlastungssyndrom des Schienbeins, das häufig bei Läufern und Sportlern auftritt. Typisch sind ziehende Schmerzen entlang der inneren Schienbeinkante.
Das Schienbeinkantensyndrom (medizinisch auch als Mediales Tibia-Stresssyndrom oder englisch Shin Splints bezeichnet) ist eine schmerzhafte Überlastungsreaktion im Bereich der inneren Schienbeinkante. Es gehört zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt und betrifft vor allem Läufer, Soldaten und Menschen, die intensiven Fußsport betreiben. Die Schmerzen entstehen durch eine Überlastung von Knochen, Muskeln und dem umgebenden Bindegewebe entlang der Tibia (Schienbein).
Das Schienbeinkantensyndrom entsteht in der Regel durch wiederholte, einseitige Belastung des Schienbeins. Zu den wichtigsten Ursachen zählen:
Das Leitsymptom des Schienbeinkantensyndroms sind Schmerzen entlang der inneren Schienbeinkante, die sich über eine Länge von mehreren Zentimetern erstrecken können. Typische Beschwerden umfassen:
Wichtig: Bei anhaltenden oder sehr starken Schmerzen sollte ein Stressfraktur des Schienbeins durch ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden, da dies eine ernstere Verletzung darstellt.
Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt, also durch eine ärztliche Untersuchung mit Befragung und körperlicher Untersuchung. Je nach Schweregrad und Verlauf können folgende diagnostische Maßnahmen eingesetzt werden:
In den meisten Fällen lässt sich das Schienbeinkantensyndrom erfolgreich konservativ behandeln. Die wichtigsten Maßnahmen sind:
Die Wiederaufnahme des Sports sollte schrittweise und nach vollständiger Schmerzfreiheit erfolgen. Ein strukturierter Trainingswiederaufbauplan unter Anleitung eines Physiotherapeuten oder Sportmediziners wird empfohlen, um Rückfälle zu vermeiden.
In sehr seltenen Fällen, in denen konservative Maßnahmen über mehrere Monate hinweg keine Besserung bringen, kann ein operativer Eingriff (z. B. Fasziotomie) in Betracht gezogen werden. Dies bleibt jedoch die Ausnahme.
Das Schienbeinkantensyndrom lässt sich in vielen Fällen durch präventive Maßnahmen vermeiden:
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