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Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, die Wahrnehmung, Denken und Verhalten beeinflusst. Betroffene erleben oft Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Denkstörungen.
Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, die Wahrnehmung, Denken und Verhalten beeinflusst. Betroffene erleben oft Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Denkstörungen.
Schizophrenie ist eine chronische und schwerwiegende psychische Erkrankung, die das Denken, die Wahrnehmung, die Gefühle und das Verhalten eines Menschen tiefgreifend verändern kann. Sie gehört zur Gruppe der sogenannten psychotischen Störungen und tritt bei etwa 1 % der Weltbevölkerung auf. Die Erkrankung beginnt häufig im frühen Erwachsenenalter, typischerweise zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr, und kann Männer sowie Frauen gleichermaßen betreffen.
Die genauen Ursachen der Schizophrenie sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zur Entstehung beiträgt:
Die Symptome der Schizophrenie werden in drei Hauptgruppen unterteilt:
Diese Symptome stellen eine Übersteigerung normaler Funktionen dar:
Diese Symptome spiegeln eine Verminderung normaler Funktionen wider:
Die Diagnose der Schizophrenie erfolgt anhand klinischer Kriterien, da es keine spezifischen Laborwerte oder bildgebenden Verfahren gibt, die die Erkrankung eindeutig nachweisen. Grundlage sind die Klassifikationssysteme ICD-11 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) und DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen). Der Arzt oder Psychiater führt ein ausführliches Gespräch, beurteilt die Symptome und schließt andere organische Ursachen (z. B. Hirntumoren, Drogenintoxikation) durch körperliche Untersuchungen und Labortests aus.
Schizophrenie ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Ziel der Therapie ist die Reduktion der Symptome, die Verbesserung der Lebensqualität und die Vorbeugung von Rückfällen.
Antipsychotika (auch Neuroleptika genannt) sind die wichtigsten Medikamente bei Schizophrenie. Sie wirken, indem sie die Dopaminaktivität im Gehirn regulieren. Man unterscheidet:
Atypische Antipsychotika werden heute bevorzugt eingesetzt, da sie weniger motorische Nebenwirkungen verursachen.
Ergänzend zur medizinischen Behandlung spielen soziale Unterstützung, Berufsrehabilitation und betreutes Wohnen eine wichtige Rolle bei der langfristigen Stabilisierung der Betroffenen.
Der Verlauf der Schizophrenie ist sehr individuell. Etwa ein Drittel der Betroffenen erholt sich nach einer ersten Episode weitgehend, ein weiteres Drittel zeigt einen schwankenden Verlauf mit Rückfällen, und bei einem Drittel besteht eine chronische Erkrankung. Frühzeitige Behandlung, regelmäßige Medikamenteneinnahme und ein stabiles soziales Umfeld verbessern die Prognose deutlich.
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