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Eine Schulterprothese ersetzt das geschädigte Schultergelenk ganz oder teilweise durch ein künstliches Implantat. Sie lindert Schmerzen und stellt die Beweglichkeit wieder her.
Eine Schulterprothese ersetzt das geschädigte Schultergelenk ganz oder teilweise durch ein künstliches Implantat. Sie lindert Schmerzen und stellt die Beweglichkeit wieder her.
Eine Schulterprothese (auch Schulterendoprothese genannt) ist ein künstliches Gelenkimplantat, das das beschädigte oder zerstörte Schultergelenk ganz oder teilweise ersetzt. Das Schultergelenk besteht aus dem Oberarmknochen (Humerus) und der Gelenkpfanne des Schulterblatts (Skapula). Wenn dieses Gelenk durch Erkrankungen oder Verletzungen so stark geschädigt ist, dass konservative Therapien nicht mehr ausreichen, kann eine Schulterprothese die Lebensqualität erheblich verbessern.
Es gibt verschiedene Erkrankungen und Zustände, die eine Schulterprothese notwendig machen können:
Bei der Hemiprothese wird nur der Oberarmkopf durch ein Implantat ersetzt, während die natürliche Gelenkpfanne erhalten bleibt. Sie wird häufig bei Humeruskopffrakturen oder frühen Arthrosestadien eingesetzt.
Die Totalendoprothese ersetzt sowohl den Oberarmkopf als auch die Gelenkpfanne. Sie ist die am häufigsten verwendete Form bei fortgeschrittener Schulterarthrose mit intakter Rotatorenmanschette.
Die inverse Schulterprothese kehrt die anatomische Anordnung des Gelenks um: Die Kugelform wird an der Schulterblattseite und die Pfannenform am Oberarm angebracht. Sie wird vor allem bei Patienten mit stark geschädigter oder gerissener Rotatorenmanschette sowie bei Defektarthropathie eingesetzt. Dieser Prothesentyp hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als besonders erfolgreich erwiesen.
Eine Oberflächenersatzprothese ist ein knochenerhaltender Eingriff, bei dem nur die Gelenkfläche des Oberarmkopfes mit einer dünnen Metallkappe überkront wird. Sie eignet sich für jüngere Patienten mit gutem Knochenbestand.
Vor der Implantation einer Schulterprothese werden umfangreiche diagnostische Maßnahmen durchgeführt:
Zudem wird der Allgemeinzustand des Patienten geprüft, und es findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt.
Die Operation findet in der Regel unter Vollnarkose oder regionaler Anästhesie statt und dauert etwa 1,5 bis 3 Stunden. Der Chirurg legt das Schultergelenk über einen Schnitt an der Schulder frei, entfernt die geschädigten Gelenkanteile und implantiert die Prothesenkomponenten. Je nach Prothesentyp werden die Komponenten mit oder ohne Knochenzement verankert. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 5 bis 10 Tage.
Nach der Operation beginnt umgehend eine intensive Physiotherapie, die entscheidend für den Behandlungserfolg ist. Die Rehabilitation verläuft in mehreren Phasen:
Die vollständige Rehabilitation kann 6 bis 12 Monate in Anspruch nehmen. Die meisten Patienten erfahren eine deutliche Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Schulterprothese mögliche Risiken:
Die Schulterprothetik erzielt in der modernen Orthopädie sehr gute Ergebnisse. Studien zeigen, dass über 90 % der Patienten nach dem Eingriff eine deutliche Schmerzlinderung berichten. Die Standzeit moderner Schulterprothesen beträgt häufig 15 bis 20 Jahre. Bei jüngeren Patienten kann im Laufe des Lebens eine Wechseloperation notwendig werden.
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