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Schwefelaminosäuren sind essentielle Bausteine des menschlichen Körpers, die Schwefel enthalten. Sie spielen eine zentrale Rolle beim Zellschutz, der Proteinsynthese und im Stoffwechsel.
Schwefelaminosäuren sind essentielle Bausteine des menschlichen Körpers, die Schwefel enthalten. Sie spielen eine zentrale Rolle beim Zellschutz, der Proteinsynthese und im Stoffwechsel.
Schwefelaminosäuren sind eine Gruppe von Aminosäuren, die in ihrer chemischen Struktur ein Schwefelatom enthalten. Zu den wichtigsten Vertretern zählen Methionin, Cystein, Cystin (die oxidierte Doppelform von Cystein) sowie das davon abgeleitete Taurin und Homocystein. Methionin ist eine essentielle Aminosäure, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung aufnehmen. Cystein hingegen gilt als semi-essentiell, da es in begrenztem Umfang aus Methionin gebildet werden kann.
Schwefelaminosäuren übernehmen im menschlichen Organismus eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben:
Schwefelaminosäuren kommen vorwiegend in eiweißreichen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor:
Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, sollten auf eine ausreichende kombinierte Zufuhr achten, da viele pflanzliche Proteine relativ arm an Methionin sind.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene eine kombinierte tägliche Zufuhr von Methionin und Cystein von etwa 13 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Für einen Erwachsenen mit 70 kg entspricht das rund 910 mg pro Tag. Bei Kindern, Schwangeren und Stillenden ist der Bedarf erhöht.
Ein Mangel an Schwefelaminosäuren ist in westlichen Ländern selten, kann jedoch bei folgenden Personengruppen auftreten:
Mögliche Symptome eines Mangels umfassen Muskelschwäche, Haarausfall, verzögerte Wundheilung, geschwächte Immunabwehr sowie Beeinträchtigungen der Leberfunktion.
Ein wichtiger Stoffwechselmetabolit der Schwefelaminosäuren ist Homocystein. Erhöhte Homocysteinwerte im Blut (Hyperhomocysteinämie) werden mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und neurodegenerative Erkrankungen in Verbindung gebracht. Der Abbau von Homocystein ist abhängig von ausreichenden Mengen an Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure.
Eine übermäßige Zufuhr von Methionin über Supplemente kann den Homocysteinspiegel erhöhen und wird in hohen Dosen mit negativen kardiovaskulären Effekten in Verbindung gebracht. Eine ausgewogene Ernährung führt bei gesunden Menschen in der Regel nicht zu einer Überversorgung. Nahrungsergänzungsmittel sollten nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden.
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