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Die SDH-Defizienz ist ein seltener Stoffwechseldefekt, bei dem das Enzym Succinatdehydrogenase nicht ausreichend funktioniert. Dies führt zu schwerwiegenden neurologischen und metabolischen Störungen.
Die SDH-Defizienz ist ein seltener Stoffwechseldefekt, bei dem das Enzym Succinatdehydrogenase nicht ausreichend funktioniert. Dies führt zu schwerwiegenden neurologischen und metabolischen Störungen.
Die SDH-Defizienz (Succinatdehydrogenase-Defizienz) ist eine sehr seltene angeborene Stoffwechselerkrankung, die zur Gruppe der mitochondrialen Atmungskettendefekte gehört. Das betroffene Enzym, die Succinatdehydrogenase (auch bekannt als Komplex II der mitochondrialen Atmungskette), ist für die Energiegewinnung in den Zellen des menschlichen Körpers unverzichtbar. Ein Defekt in diesem Enzym führt dazu, dass die Zellen nicht ausreichend Energie in Form von ATP produzieren können, was besonders Organe mit hohem Energiebedarf wie Gehirn, Herz und Muskulatur betrifft.
Die SDH-Defizienz wird durch Mutationen in den Genen verursacht, die für die Untereinheiten des Succinatdehydrogenase-Komplexes kodieren. Zu den betroffenen Genen gehören:
Die Vererbung erfolgt in den meisten Fällen autosomal-rezessiv, das heißt, beide Elternteile müssen eine fehlerhafte Genkopie weitergeben, damit das Kind erkrankt. In einigen Fällen (z. B. bei SDHB-, SDHC- und SDHD-Mutationen) kann auch eine autosomal-dominante Vererbung vorliegen.
Das klinische Bild der SDH-Defizienz ist vielgestaltig und abhängig davon, welches Gen betroffen ist und wie stark der Enzymdefekt ausgeprägt ist. Typische Symptome umfassen:
Die Diagnose der SDH-Defizienz erfordert ein mehrstufiges diagnostisches Vorgehen:
Eine kausale, also ursächliche Therapie der SDH-Defizienz existiert derzeit nicht. Die Behandlung ist daher symptomorientiert und unterstützend:
Die Prognose der SDH-Defizienz ist stark vom betroffenen Gen, dem Ausmaß des Enzymdefekts und dem Zeitpunkt der Diagnose abhängig. Schwere Frühformen mit ausgeprägter Kardiomyopathie oder Leukodystrophie haben oft eine ungünstige Prognose. Mildere Verläufe, insbesondere bei später manifester Tumorneigung, können durch regelmäßige Überwachung gut kontrolliert werden. Eine interdisziplinäre Betreuung in spezialisierten Stoffwechselzentren ist empfohlen.
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