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Die Sedimentationskonstante beschreibt, wie schnell ein Teilchen in einer Zentrifuge sedimentiert. Sie wird in Svedberg-Einheiten (S) angegeben und ist wichtig in Biochemie und Medizin.
Die Sedimentationskonstante beschreibt, wie schnell ein Teilchen in einer Zentrifuge sedimentiert. Sie wird in Svedberg-Einheiten (S) angegeben und ist wichtig in Biochemie und Medizin.
Die Sedimentationskonstante (auch als Svedberg-Konstante oder S-Wert bezeichnet) ist eine physikalisch-chemische Kenngröße, die beschreibt, wie schnell ein Teilchen – etwa ein Protein, eine Zellorganelle oder ein Virus – unter dem Einfluss einer Zentrifugalkraft durch eine Flüssigkeit sedimentiert. Sie wurde nach dem schwedischen Chemiker Theodor Svedberg benannt, der 1926 den Nobelpreis für seine Arbeit zur Ultrazentrifugation erhielt.
Die Einheit der Sedimentationskonstante ist das Svedberg (S), wobei gilt: 1 S = 10-13 Sekunden. Typische biologische Makromoleküle besitzen S-Werte zwischen 1 S und mehreren hundert S.
Die Sedimentationskonstante s ist definiert als das Verhältnis der Sedimentationsgeschwindigkeit eines Teilchens zur wirkenden Zentrifugalbeschleunigung:
Faktoren, die den S-Wert beeinflussen, sind die Masse des Teilchens, seine Dichte, seine Form sowie die Viskosität und Dichte des umgebenden Lösungsmittels. Größere und schwerere Teilchen besitzen in der Regel höhere S-Werte.
Die Sedimentationskonstante ist ein zentrales Werkzeug in der modernen Biochemie, Zellbiologie und Medizin. Mit ihrer Hilfe lassen sich biologische Makromoleküle und Zellbestandteile charakterisieren und voneinander trennen. Bekannte Beispiele sind:
Die Sedimentationskonstante wird mithilfe der Ultrazentrifuge bestimmt. Bei der analytischen Ultrazentrifugation wird die Probe in einer rotierenden Zelle sehr hohen Zentrifugalkräften ausgesetzt, und die Wanderungsgeschwindigkeit der Teilchen wird optisch verfolgt. Die präparative Ultrazentrifugation dient der physischen Trennung von Teilchen für weitere Analysen.
Obwohl der S-Wert mit der Teilchenmasse zusammenhängt, ist er kein direktes Maß dafür. Zwei Teilchen mit gleicher Masse können unterschiedliche S-Werte haben, wenn sie sich in Form oder Dichte unterscheiden. Zur genauen Massenbestimmung werden daher ergänzende Methoden wie die Massenspektrometrie oder die Gelpermeationschromatographie eingesetzt.
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