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Selenoproteinoptimierung beschreibt die gezielte Unterstützung der körpereigenen Selenoprotein-Synthese durch ausreichende Selenzufuhr für Gesundheit und Stoffwechsel.
Selenoproteinoptimierung beschreibt die gezielte Unterstützung der körpereigenen Selenoprotein-Synthese durch ausreichende Selenzufuhr für Gesundheit und Stoffwechsel.
Der Begriff Selenoproteinoptimierung bezeichnet die gezielte Unterstützung und Verbesserung der körpereigenen Produktion und Funktion von Selenoproteinen – einer Gruppe spezieller Proteine, die das Spurenelement Selen als integralen Bestandteil enthalten. Selen wird dabei in Form der seltenen Aminosäure Selenocystein in die Proteinstruktur eingebaut. Selenoproteine erfüllen im menschlichen Körper lebenswichtige Funktionen, insbesondere im Bereich des oxidativen Stressschutzes, der Schilddrüsenhormonsynthese und der Immunregulation.
Das menschliche Genom kodiert für mindestens 25 verschiedene Selenoproteine. Zu den bekanntesten und am besten erforschten gehören:
Die Selenoproteinoptimierung verfolgt das Ziel, die Biosynthese und Aktivität dieser wichtigen Proteine durch verschiedene Maßnahmen auf einem optimalen Niveau zu halten. Dabei stehen folgende Aspekte im Vordergrund:
Die wichtigste Voraussetzung für eine optimale Selenoprotein-Synthese ist eine ausreichende Zufuhr von Selen. Der Selenstatus ist stark vom Selengehalt der Böden abhängig, auf denen Nahrungsmittel angebaut werden. In Europa, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sind die Böden häufig selenarm, was zu einer suboptimalen Versorgung der Bevölkerung führen kann. Gute Nahrungsquellen für Selen sind:
Genetische Variationen (Polymorphismen) in Selenoprotein-Genen können die Effizienz der Selenoprotein-Synthese und -Funktion beeinflussen. Bestimmte Genvarianten im SELENOP-Gen oder den GPx-Genen können dazu führen, dass manche Personen einen höheren Selenbedarf haben oder empfindlicher auf Selenmängel reagieren.
Die Selenoprotein-Biosynthese ist auf spezifische molekulare Mechanismen angewiesen, die von weiteren Nährstoffen und Cofaktoren abhängen:
Zur Beurteilung der Selenoproteinoptimierung werden verschiedene Biomarker herangezogen:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Selenzufuhr von 60–70 µg (60 µg für Frauen, 70 µg für Männer). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt die empfohlene Zufuhr bei etwa 55 µg/Tag für Erwachsene an. Bei nachgewiesenem Selenmangel oder bei Risikogruppen (z. B. Veganer, Personen mit Darmerkrankungen oder nach bariatrischer Chirurgie) kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein. Gängige Selenverbindungen in Nahrungsergänzungsmitteln sind:
Die Obergrenze der täglichen Selenzufuhr (Tolerable Upper Intake Level, UL) wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bei 300 µg/Tag für Erwachsene festgesetzt, um einer Selentoxizität (Selenose) vorzubeugen.
Eine optimierte Selenoprotein-Funktion wird in der Wissenschaft mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht:
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