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Seronegative Arthritis ist eine Gelenkerkrankung, bei der Entzündungen auftreten, ohne dass typische Blutmarker wie der Rheumafaktor nachweisbar sind.
Seronegative Arthritis ist eine Gelenkerkrankung, bei der Entzündungen auftreten, ohne dass typische Blutmarker wie der Rheumafaktor nachweisbar sind.
Seronegative Arthritis ist ein Begriff für eine Gruppe entzündlicher Gelenkerkrankungen, bei denen bestimmte Blutmarker – insbesondere der Rheumafaktor (RF) und die Anti-CCP-Antikörper – im Blut nicht nachweisbar sind. Dennoch leiden die Betroffenen unter zum Teil deutlichen Gelenkentzündungen, Schmerzen und Schwellungen. Die Bezeichnung „seronegativ“ bedeutet dabei lediglich, dass diese spezifischen Blutmarker negativ ausfallen, nicht aber, dass keine Entzündung vorliegt.
Zur seronegativen Arthritis gehören unter anderem die seronegative rheumatoide Arthritis, die Psoriasis-Arthritis, die reaktive Arthritis, die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) sowie die enteropathische Arthritis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Gemeinsam werden diese Erkrankungen auch als Spondyloarthropathien bezeichnet.
Die genauen Ursachen der seronegativen Arthritis sind nicht vollständig geklärt. Es wird von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren ausgegangen:
Die Symptome der seronegativen Arthritis ähneln oft denen anderer entzündlicher Gelenkerkrankungen. Häufige Beschwerden sind:
Die betroffenen Gelenke können je nach Erkrankungsform variieren. Oft sind große Gelenke wie Knie, Hüfte und Sprunggelenke betroffen, aber auch die Wirbelsäule kann in Mitleidenschaft gezogen werden.
Die Diagnose der seronegativen Arthritis ist häufig eine Ausschlussdiagnose, da keine eindeutigen Blutmarker vorliegen. Der Diagnoseprozess umfasst:
Die Behandlung der seronegativen Arthritis zielt darauf ab, Entzündungen zu hemmen, Schmerzen zu lindern und langfristige Gelenk- und Organschäden zu verhindern. Das Therapiekonzept wird individuell angepasst:
Die Prognose der seronegativen Arthritis variiert je nach Erkrankungsform und individuellem Verlauf. Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung kann die Erkrankung oft gut kontrolliert werden. Ohne Therapie besteht das Risiko bleibender Gelenkschäden und funktioneller Einschränkungen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind daher essenziell.
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