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Serumferritin ist ein Blutwert, der den Eisenspeicher des Körpers widerspiegelt. Er dient zur Diagnose von Eisenmangel oder Eisenüberladung.
Serumferritin ist ein Blutwert, der den Eisenspeicher des Körpers widerspiegelt. Er dient zur Diagnose von Eisenmangel oder Eisenüberladung.
Serumferritin ist ein Laborwert, der die Konzentration des Speicherproteins Ferritin im Blutserum misst. Ferritin ist ein intrazelluläres Protein, das Eisen in einer nicht toxischen Form speichert und bei Bedarf freisetzt. Da ein kleiner Teil des Ferritins ins Blut abgegeben wird, gibt der Serumferritinwert zuverlässig Auskunft über die Eisenspeicher des Körpers. Er gilt als einer der sensibelsten Marker zur Früherkennung eines Eisenmangels.
Der Serumferritinwert wird aus einer einfachen Blutprobe bestimmt. Das Blut wird in ein Serumröhrchen entnommen und im Labor mittels immunologischer Methoden (z. B. Immunoassay) analysiert. Eine Nüchternheit ist in der Regel nicht zwingend erforderlich, kann aber je nach Labor empfohlen werden. Die Einheit wird meist in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) oder Mikrogramm pro Liter (µg/l) angegeben, wobei beide Einheiten numerisch identisch sind.
Die Normwerte für Serumferritin können je nach Labor, Alter und Geschlecht leicht variieren. Allgemein gelten folgende Orientierungswerte:
Werte unter 30 ng/ml weisen auf einen erschöpften Eisenspeicher hin, auch wenn noch keine Anämie (Blutarmut) vorliegt. Werte unter 12–15 ng/ml gelten als eindeutiger Hinweis auf einen Eisenmangel.
Der Serumferritinwert wird in folgenden Situationen bestimmt:
Ein niedriger Ferritinwert ist fast immer ein Zeichen für einen Eisenmangel. Mögliche Ursachen sind:
Symptome eines Eisenmangels können Müdigkeit, Blässe, Konzentrationsschwäche, brüchige Nägel, Haarausfall und bei ausgeprägtem Mangel auch Kurzatmigkeit umfassen.
Ein erhöhter Ferritinwert kann verschiedene Ursachen haben und muss sorgfältig interpretiert werden, da Ferritin auch ein sogenanntes Akute-Phase-Protein ist, das bei Entzündungen, Infektionen oder Gewebeschäden ansteigt. Ursachen erhöhter Ferritinwerte:
Ein erhöhter Ferritinwert allein ist daher keine Diagnose, sondern erfordert stets weitere diagnostische Abklärung.
Serumferritin wird häufig gemeinsam mit weiteren Laborwerten beurteilt, um ein vollständiges Bild des Eisenstoffwechsels zu erhalten:
Während der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf erheblich an. Ein Ferritinwert unter 30 ng/ml gilt in der Schwangerschaft als behandlungsbedürftig. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfiehlt eine regelmäßige Kontrolle des Ferritinwerts während der Schwangerschaft.
Leistungssportler, insbesondere Ausdauersportler, haben häufig niedrige Ferritinwerte aufgrund erhöhter Eisenverluste über Schweiß, Hämolyse (Zerstörung roter Blutkörperchen) und mikroblutige Darmläsionen. Ein Ferritinwert unter 30–50 ng/ml kann bei Sportlern bereits die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
Pflanzliches Eisen (Nicht-Häm-Eisen) wird schlechter vom Körper aufgenommen als tierisches Eisen (Häm-Eisen). Veganer und Vegetarier haben daher ein erhöhtes Risiko für niedrige Ferritinwerte und sollten diese regelmäßig kontrollieren lassen.
Bei niedrigem Ferritinwert umfasst die Behandlung:
Bei erhöhtem Ferritinwert richtet sich die Therapie nach der Grundursache. Bei Hämochromatose beispielsweise erfolgt eine regelmäßige Aderlass-Therapie (Phlebotomie), um überschüssiges Eisen zu entfernen.
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