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Sevofluran ist ein Inhalationsанästhetikum, das zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Vollnarkose eingesetzt wird. Es wirkt schnell und ist gut verträglich.
Sevofluran ist ein Inhalationsанästhetikum, das zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Vollnarkose eingesetzt wird. Es wirkt schnell und ist gut verträglich.
Sevofluran ist ein volatiles Inhalationsанästhetikum (ein gas- oder dampfförmiges Narkosemittel), das in der modernen Ansästhesie weit verbreitet eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der halogenierten Ether und wird über eine spezielle Verdampfervorrichtung – den sogenannten Vapor – in ein Atemgasgemisch eingebracht, das der Patient über eine Atemmaske oder einen Beatmungstubus einatmet. Sevofluran wird sowohl zur Einleitung als auch zur Aufrechterhaltung einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) verwendet und ist für Erwachsene sowie Kinder zugelassen.
Sevofluran entfaltet seine anästhetische Wirkung hauptsächlich durch Beeinflussung von Ionenkanälen im zentralen Nervensystem. Es verstärkt die hemmende Wirkung des Neurotransmitters GABA (Gamma-Aminosäure) an GABAA-Rezeptoren und hemmt gleichzeitig erregende Rezeptoren wie NMDA-Rezeptoren. Dies führt zu:
Ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Wirkstärke von Inhalationsанästhetika ist der MAC-Wert (Minimale Alveoläre Konzentration). Der MAC-Wert von Sevofluran beträgt beim Erwachsenen etwa 2,0 Vol.-%, was bedeutet, dass bei dieser Konzentration 50 % der Patienten auf einen Schnittreiz keine Bewegungsreaktion zeigen.
Sevofluran wird ausschließlich in klinischen Umgebungen von qualifiziertem anästhesiologischem Fachpersonal angewendet. Die Dosierung wird individuell angepasst und hängt von folgenden Faktoren ab:
Typische Einleitungskonzentrationen liegen bei 4–8 Vol.-%, zur Aufrechterhaltung werden meist 0,5–3 Vol.-% verwendet. Sevofluran zeichnet sich durch einen niedrigen Blut-Gas-Verteilungskoeffizienten (0,65) aus, was eine schnelle An- und Abflutung und damit eine rasche Steuerbarkeit der Narkosetiefe ermöglicht.
Sevofluran hat sich in der klinischen Praxis bewährt, da es mehrere vorteilhafte Eigenschaften besitzt:
Wie alle Anästhetika kann Sevofluran Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten sind:
Ein weiterer Aspekt ist die Bildung des Abbauprodukts Compound A, das bei niedrigen Frischgasflüssen in Kombination mit bestimmten CO2-Absorbern entstehen kann und in Tierversuchen nephrotoxisch (nierenschtädigend) wirkte. Beim Menschen ist eine klinisch relevante Nierenschädigung bei empfohlener Anwendung bislang nicht belegt, dennoch werden Frischgasflüsse unter 1 l/min bei längeren Eingriffen vorsichtshalber vermieden.
Sevofluran darf nicht angewendet werden bei:
Sevofluran ist ein Treibhausgas mit einem globalen Erwärmungspotenzial (GWP). Im Vergleich zu Desfluran ist sein Treibhausgaseffekt deutlich geringer, dennoch sind Anästhesisten weltweit bemüht, den Verbrauch durch niedrige Frischgasflüsse (Low-Flow-Anästhesie) zu reduzieren, um die Umweltbelastung zu minimieren.
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