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Somatostatin ist ein körpereigenes Hormon, das die Ausschüttung verschiedener Hormone hemmt. Es spielt eine zentrale Rolle in der Regulation von Wachstum, Verdauung und Stoffwechsel.
Somatostatin ist ein körpereigenes Hormon, das die Ausschüttung verschiedener Hormone hemmt. Es spielt eine zentrale Rolle in der Regulation von Wachstum, Verdauung und Stoffwechsel.
Somatostatin ist ein körpereigenes Peptidhormon und Neurotransmitter, das in verschiedenen Geweben des menschlichen Körpers produziert wird. Es gehört zur Gruppe der Hemmhormone und reguliert die Ausschüttung zahlreicher anderer Hormone. Der Name leitet sich vom griechischen Wort für Körper (soma) und dem lateinischen Begriff für Stehen (stasis) ab, was auf seine hemmende Wirkung hinweist.
Somatostatin existiert in zwei biologisch aktiven Formen: als Somatostatin-14 (14 Aminosäuren) und als Somatostatin-28 (28 Aminosäuren). Beide Formen binden an spezifische Rezeptoren (SSTR1 bis SSTR5) und entfalten dort ihre Wirkung.
Somatostatin wird in mehreren Organen und Geweben gebildet:
Somatostatin entfaltet seine Wirkung über spezifische G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (SSTR1–5). Die Bindung an diese Rezeptoren führt zur Hemmung der Adenylatcyclase, was den intrazellulären cAMP-Spiegel senkt. Darüber hinaus werden spannungsabhängige Kalziumkanäle gehemmt und Kaliumkanäle geöffnet, was die Zellaktivität insgesamt dämpft.
Somatostatin besitzt eine Vielzahl von Funktionen im menschlichen Organismus:
Aufgrund seiner kurzen Halbwertszeit von nur etwa 1–3 Minuten im Blut ist natürliches Somatostatin für die klinische Anwendung nur begrenzt geeignet. Stattdessen werden synthetische Analoga wie Octreotid, Lanreotid und Pasireotid eingesetzt, die eine deutlich längere Wirkdauer besitzen.
Das Somatostatinom ist ein seltener neuroendokriner Tumor, der Somatostatin in übermäßigen Mengen produziert. Es entsteht meist im Pankreas oder im Dünndarm und verursacht durch den Hormonüberschuss typische Symptome wie Diabetes mellitus, Gallensteinen, Durchfall und Fettstuhl (Steatorrhö). Die Behandlung erfolgt chirurgisch und, wenn nötig, medikamentös.
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