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Spätfolgen von Tamoxifen sind Nebenwirkungen, die nach längerer Einnahme oder nach Absetzen auftreten können. Dazu zählen u. a. Veränderungen an der Gebärmutter, Knochenveränderungen und Herzerkrankungen.
Spätfolgen von Tamoxifen sind Nebenwirkungen, die nach längerer Einnahme oder nach Absetzen auftreten können. Dazu zählen u. a. Veränderungen an der Gebärmutter, Knochenveränderungen und Herzerkrankungen.
Tamoxifen ist ein Medikament aus der Gruppe der selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs). Es wird vor allem zur Behandlung und Vorbeugung von östrogenrezeptorpositivem Brustkrebs eingesetzt. Die Therapie dauert in der Regel fünf bis zehn Jahre. Während dieser Zeit – aber auch danach – können sogenannte Spätfolgen auftreten.
Tamoxifen wirkt an der Gebärmutter (Üterus) östrogenartig und kann die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zur Verdickung anregen. Zu den möglichen Spätfolgen gehören:
Bei prämenopausalen Frauen kann Tamoxifen die Knochendichte verringern und das Risiko einer Osteoporose erhöhen. Bei postmenopausalen Frauen hingegen kann es die Knochendichte schützen. Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen (Arthralgien und Myalgien) gehören ebenfalls zu den häufig berichteten Langzeitbeschwerden.
Eine Langzeittherapie mit Tamoxifen kann das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöhen, darunter:
Bei langer Einnahmedauer wurden in einigen Fällen Augenkomplikationen beobachtet, darunter die sogenannte Tamoxifen-Retinopathie. Diese äußert sich in Ablagerungen auf der Netzhaut und kann in seltenen Fällen die Sehfähigkeit beeinträchtigen. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen werden empfohlen.
Tamoxifen kann die Leber belasten und in seltenen Fällen zu einer Fettleber (Steatohepatitis) oder Leberfunktionsstörungen führen. Regelmäßige Kontrolle der Leberwerte ist daher wichtig.
Einige Patientinnen berichten über anhaltende kognitive Beeinträchtigungen nach langer Tamoxifen-Einnahme, umgangssprachlich auch als "Chemo-Hirn" bezeichnet. Dazu zählen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Auch Stimmungsveränderungen und Depressionen wurden berichtet.
Tamoxifen unterdrückt die Östrogenaktivität im Brustgewebe und kann ähnlich wie die Wechseljahre wirkende Beschwerden ausführen, die auch nach Absetzen anhalten können:
Das Risiko für Spätfolgen hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Patientinnen sollten umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen, wenn folgende Beschwerden auftreten:
Während und nach einer Tamoxifen-Therapie sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen essenziell. Dazu gehören gynäkologische Kontrollen inkl. Ultraschall der Gebärmutter, Blutbildkontrollen, Leberwertkontrollen sowie bei Bedarf augenärztliche und knochendichtemessende Untersuchungen (DXA-Scan).
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