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Eine Sprunggelenksprothese ist ein künstliches Gelenk, das das verschleißte Sprunggelenk ersetzt und Schmerzen lindert sowie die Beweglichkeit wiederherstellt.
Eine Sprunggelenksprothese ist ein künstliches Gelenk, das das verschleißte Sprunggelenk ersetzt und Schmerzen lindert sowie die Beweglichkeit wiederherstellt.
Eine Sprunggelenksprothese (auch Sprunggelenksendoprothese oder Total Ankle Replacement, kurz TAR) ist ein künstliches Gelenk, das operativ in das obere Sprunggelenk eingesetzt wird. Sie ersetzt die geschädigten Gelenkflächen von Schien- und Wadenbein sowie des Sprungbeins durch Implantate aus Metall und Kunststoff. Ziel des Eingriffs ist die Schmerzlinderung und die Wiederherstellung einer natürlichen Gehfähigkeit bei schwerer Arthrose oder anderen zerstörenden Gelenkerkrankungen.
Eine Sprunggelenksprothese wird eingesetzt, wenn konservative Behandlungsmethoden keine ausreichende Linderung mehr bieten. Die häufigsten Ursachen, die zu einem Gelenkersatz führen, sind:
Moderne Sprunggelenksprothesen bestehen aus zwei oder drei Komponenten:
Die Komponenten werden in der Regel ohne Knochenzement (zementfrei) eingesetzt und wachsen durch eine spezielle Oberflächenstruktur in den Knochen ein (osseointegriert). Dies begünstigt eine langfristige Stabilität der Prothese.
Vor der Operation erfolgt eine sorgfältige Diagnostik, um die geeignete Therapieform zu bestimmen. Dazu gehören:
Geeignete Patienten sind typischerweise älter als 50 Jahre, normalgewichtig und nicht übermäßig körperlich aktiv. Bei jüngeren, sehr aktiven Patienten wird häufig eine Versteifungsoperation (Arthrodese) als Alternative diskutiert.
Der Eingriff findet in Voll- oder Regionalnärskose statt und dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Über einen Schnitt an der Vorderseite des Sprunggelenks werden die geschädigten Gelenkflächen entfernt und die Prothesenkomponenten präzise eingesetzt. Moderne Operationstechniken nutzen computergestützte Planungssysteme und patientenspezifische Schnittblocks für eine optimale Positionierung.
Nach der Operation ist eine strukturierte Rehabilitation entscheidend für den Behandlungserfolg:
Der vollständige Heilungsprozess erstreckt sich über sechs bis zwölf Monate. Sportarten mit geringer Gelenkbelastung wie Schwimmen, Radfahren oder Wandern sind nach abgeschlossener Heilung meist möglich.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen Risiken, die vor der Operation ausführlich besprochen werden:
Langzeitergebnisse zeigen, dass moderne Sprunggelenksprothesen bei geeigneten Patienten eine Überlebensrate von 80–90 % nach zehn Jahren erreichen können.
Die wichtigste Alternative ist die Sprunggelenksarthrodese (Versteifung), bei der die Gelenkflächen dauerhaft miteinander verbunden werden. Sie ist schmerzfrei und sehr stabil, schränkt jedoch die Beweglichkeit des Fußes dauerhaft ein. Die Entscheidung zwischen Prothese und Arthrodese wird individuell in Abhängigkeit von Alter, Aktivität, Knochenqualität und Begleiterkrankungen getroffen.
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