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Stärke ist ein pflanzliches Kohlenhydrat, das als wichtigster Energielieferant in der menschlichen Ernährung gilt. Sie kommt in Lebensmitteln wie Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchten vor.
Stärke ist ein pflanzliches Kohlenhydrat, das als wichtigster Energielieferant in der menschlichen Ernährung gilt. Sie kommt in Lebensmitteln wie Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchten vor.
Stärke ist ein komplexes Kohlenhydrat (Polysaccharid), das von Pflanzen als Energiereserve gespeichert wird. Sie besteht aus langen Ketten von Glucosemolekülen und zählt zu den wichtigsten Energiequellen in der menschlichen Ernährung. Chemisch setzt sich Stärke aus zwei Hauptkomponenten zusammen: Amylose (lineare Ketten) und Amylopektin (verzweigte Ketten).
Stärke ist in einer Vielzahl von pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Die wichtigsten Quellen sind:
Im menschlichen Körper wird Stärke durch das Enzym Amylase – zunächst im Speichel, dann im Dünndarm – in kleinere Zuckermöleküle und schließlich in Glucose aufgespalten. Diese Glucose gelangt über die Darmwand ins Blut und steht dem Körper als schnell verfügbare Energie zur Verfügung.
Die Geschwindigkeit, mit der Stärke verdaut und als Glucose ins Blut abgegeben wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Resistente Stärke ist ein besonderer Anteil der Nahrungsstärke, der im Dünndarm nicht vollständig verdaut wird und stattdessen in den Dickdarm gelangt. Dort wirkt sie ähnlich wie ein Ballaststoff: Sie dient nützlichen Darmbakterien als Nährmedium (Präbiotikum) und fördert so eine gesunde Darmflora. Resistente Stärke entsteht u. a. durch das Abkühlen von gekochten Kartoffeln oder Reis.
Stärkereiche Lebensmittel unterscheiden sich in ihrem gläkämischen Index (GI), also darin, wie stark und wie schnell sie den Blutzuckerspiegel erhöhen. Lebensmittel mit einem niedrigen GI (z. B. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte) lassen den Blutzucker langsamer ansteigen als solche mit einem hohen GI (z. B. Weißbrot, Instant-Reis). Für Menschen mit Diabetes mellitus oder Insulinresistenz ist dies besonders relevant.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Kohlenhydrate insgesamt etwa 50–55 % der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Der Schwerpunkt sollte auf komplexen Kohlenhydraten wie Stärke aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Gemüse liegen, da diese zusätzlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe liefern.
Neben ihrer Rolle als Nahrungsbestandteil wird Stärke in der Lebensmittelverarbeitung vielfältig eingesetzt:
Ein moderater Konsum von Stärke aus natürlichen, wenig verarbeiteten Lebensmitteln ist im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung empfehlenswert. Ein übermäßiger Verzehr von stark verarbeiteten stärkereichen Produkten (z. B. Weißmehlprodukte, Fast Food) kann jedoch zu einer erhöhten Kalorienaufnahme und einem erhöhten Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.
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