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Das Still-Syndrom ist eine seltene entzündliche Erkrankung aus dem Formenkreis der rheumatoiden Arthritis. Es betrifft Kinder und Erwachsene und geht mit Fieber, Gelenkschmerzen und Hautausschlag einher.
Das Still-Syndrom ist eine seltene entzündliche Erkrankung aus dem Formenkreis der rheumatoiden Arthritis. Es betrifft Kinder und Erwachsene und geht mit Fieber, Gelenkschmerzen und Hautausschlag einher.
Das Still-Syndrom (auch Morbus Still genannt) ist eine seltene, systemische Entzündungserkrankung, die zur Gruppe der autoinflammatorischen Erkrankungen gehört. Sie kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen. Bei Kindern wird sie als systemische juvenile idiopathische Arthritis (sJIA) bezeichnet, bei Erwachsenen spricht man vom adulten Still-Syndrom (AOSD, Adult-Onset Still's Disease). Die Erkrankung ist durch eine überschießende Aktivierung des angeborenen Immunsystems gekennzeichnet, die zu weitreichenden Entzündungsreaktionen im Körper führt.
Die genaue Ursache des Still-Syndroms ist bislang nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und externen Auslösern, wie z.B. Infektionen, eine Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht eine Dysregulation des angeborenen Immunsystems, bei der proinflammatorische Zytokine – insbesondere Interleukin-1 (IL-1), Interleukin-6 (IL-6) und Interleukin-18 (IL-18) – in übermäßiger Menge freigesetzt werden.
Das Still-Syndrom äußert sich durch eine charakteristische Trias aus:
Weitere mögliche Symptome umfassen:
Eine gefürchtete und lebensbedrohliche Komplikation des Still-Syndroms ist das Makrophagen-Aktivierungssyndrom (MAS), auch bekannt als hämophagozytische Lymphohistiozytose. Dabei werden Immunzellen unkontrolliert aktiviert, was zu einer schweren Entzündungsreaktion im gesamten Körper führen kann. Symptome sind unter anderem hohes anhaltendes Fieber, verminderung der Blutkörperchen sowie Organschäden.
Die Diagnose des Still-Syndroms ist eine Ausschlussdiagnose, da es keinen spezifischen diagnostischen Test gibt. Ärzte stützen sich auf:
Die Behandlung des Still-Syndroms richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und dem Ansprechen auf die Therapie:
Der Verlauf des Still-Syndroms ist variabel. Manche Patienten erleben eine einmalige Krankheitsepisode, bei anderen verläuft die Erkrankung chronisch-rezidivierend. Mit den heutigen Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere den Biologika, kann bei der Mehrheit der Betroffenen eine gute Krankheitskontrolle erreicht werden.
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