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Succinat ist ein zentrales Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels und spielt eine Schlüsselrolle im Citratzyklus jeder menschlichen Zelle.
Succinat ist ein zentrales Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels und spielt eine Schlüsselrolle im Citratzyklus jeder menschlichen Zelle.
Succinat (auch als Bernsteinsäuresalz bekannt) ist das Anion der Bernsteinsäure und ein bedeutendes Molekül im menschlichen Stoffwechsel. Es entsteht natürlicherweise im Körper als Zwischenprodukt des Citratzyklus (auch Krebszyklus genannt), der in den Mitochondrien – den Kraftwerken der Zellen – abläuft. Darüber hinaus fungiert Succinat als intrazelluäres Signalmolekül und besitzt eine Reihe physiologischer sowie pharmakologischer Eigenschaften.
Im Citratzyklus entsteht Succinat aus Succinyl-CoA durch das Enzym Succinyl-CoA-Synthetase. Anschließend wird Succinat durch das Enzym Succinat-Dehydrogenase (Komplex II der Atmungskette) zu Fumarat oxidiert. Dabei werden Elektronen auf den Elektronenträger FAD übertragen, was zur ATP-Synthese – also zur Energiegewinnung der Zelle – beiträgt.
Succinat erfüllt darüber hinaus wichtige Signalfunktionen:
Succinat kommt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor, darunter:
Im Körper wird Succinat kontinuierlich durch den Citratzyklus produziert und verbraucht. Ein Überschuss kann in das Blut abgegeben werden und als Signalmolekül wirken.
Erhöhte Succinat-Spiegel im Blut und in Geweben wurden bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen nachgewiesen, darunter rheumatoide Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen und Sepsis. In diesen Zuständen wirkt Succinat als pro-inflammatorisches Signal, das die Ausschüttung von Zytokinen wie Interleukin-1β (IL-1β) verstärkt.
Mutationen in Genen, die für Untereinheiten der Succinat-Dehydrogenase (SDH) kodieren, führen zu einer Anreicherung von Succinat in der Zelle. Dies kann zur Entstehung bestimmter Tumoren beitragen, insbesondere von Paragangliomen, Phäochromozytomen und bestimmten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST). Succinat gilt in diesem Kontext als sogenanntes Onkometabolit.
Während eines Sauerstoffmangels (Ischämie), etwa bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, akkumuliert Succinat in den betroffenen Geweben. Bei der Wiederherstellung der Blutversorgung (Reperfusion) wird dieses angesammelte Succinat rasch oxidiert, was zur Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und damit zu einem sogenannten Reperfusionsschaden führt. Die gezielte Hemmung dieses Prozesses ist Gegenstand aktueller Forschung.
Succinat und seine Derivate werden in verschiedenen medizinischen und pharmazeutischen Kontexten eingesetzt:
In physiologischen Mengen ist Succinat eine körpereigene und gut verträgliche Substanz. Als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittelzusatzstoff gilt es bei üblicher Dosierung als sicher. Bei therapeutischer Anwendung sollte die Einnahme ärztlich begleitet werden, da erhöhte Succinat-Spiegel im Zusammenhang mit Entzündungsförderung und onkologischen Veränderungen stehen können.
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