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Sulfasalazin ist ein Medikament zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie Rheuma und Morbus Crohn. Es wirkt entzündungshemmend und immunmodulierend.
Sulfasalazin ist ein Medikament zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie Rheuma und Morbus Crohn. Es wirkt entzündungshemmend und immunmodulierend.
Sulfasalazin ist ein krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum (DMARD), das seit den 1940er-Jahren in der Medizin eingesetzt wird. Es handelt sich um eine Kombination aus Sulfapyridin (einem Sulfonamid-Antibiotikum) und 5-Aminosalicylsäure (5-ASA), die durch ein Azobindung verknüpft sind. Das Medikament wird vor allem bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt.
Sulfasalazin wird für folgende Erkrankungen eingesetzt:
Nach der oralen Einnahme wird Sulfasalazin im Dickdarm durch Darmbakterien in seine beiden Wirkstoffkomponenten gespalten:
Der genaue immunologische Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Es wird angenommen, dass Sulfasalazin die Aktivierung von Immunzellen hemmt, die Migration von Entzündungszellen in das Gewebe reduziert und die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen wie Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α) und Interleukin-1 verringert.
Die Dosierung von Sulfasalazin wird individuell angepasst und sollte stets ärztlich festgelegt werden. Typische Dosierungsschemata sind:
Das Medikament sollte mit ausreichend Flüssigkeit und möglichst zu den Mahlzeiten eingenommen werden, um die Magenverträglichkeit zu verbessern.
Sulfasalazin kann verschiedene Nebenwirkungen verursachen, die insbesondere zu Beginn der Therapie auftreten können:
Sulfasalazin darf nicht eingenommen werden bei:
Bei der Einnahme von Sulfasalazin sind folgende Wechselwirkungen zu beachten:
Sulfasalazin kann in der Schwangerschaft eingesetzt werden, wenn der Nutzen die Risiken überwiegt. Es hemmt jedoch die Folatsäureaufnahme, weshalb eine Folatsäuresupplementierung (mindestens 5 mg/Tag) während der Einnahme und vor einer geplanten Schwangerschaft empfohlen wird. Da Sulfasalazin in die Muttermilch übergeht, ist Vorsicht in der Stillzeit geboten.
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