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Die supramalleoläre Osteotomie ist ein chirurgischer Eingriff am Unterschenkel, bei dem der Knochen oberhalb des Sprunggelenks durchtrennt und neu ausgerichtet wird, um Fehlstellungen zu korrigieren.
Die supramalleoläre Osteotomie ist ein chirurgischer Eingriff am Unterschenkel, bei dem der Knochen oberhalb des Sprunggelenks durchtrennt und neu ausgerichtet wird, um Fehlstellungen zu korrigieren.
Die supramalleoläre Osteotomie (kurz: SMO) ist ein orthopädisch-chirurgischer Eingriff, bei dem der Unterschenkelknochen – genauer gesagt die Tibia (Schienbein) und gelegentlich auch die Fibula (Wadenbein) – oberhalb des Sprunggelenks (supramalleolär = oberhalb der Knöchel) durchtrennt und in eine korrigierte Position gebracht wird. Ziel des Eingriffs ist es, eine Achsfehlstellung des oberen Sprunggelenks auszugleichen und so die Gelenkbelastung gleichmäßiger zu verteilen.
Der Begriff „supramalleolär“ bezieht sich auf die anatomische Lage des Eingriffs: oberhalb (supra) der Knöchelregion (Malleolus). Die Osteotomie gehört zu den gelenkerhaltenden Operationsverfahren und wird vor allem dann eingesetzt, wenn das Sprunggelenk noch ausreichend Knorpelsubstanz besitzt und eine Versteifung (Arthrodese) oder ein künstlicher Gelenkersatz vermieden werden soll.
Die supramalleoläre Osteotomie wird bei verschiedenen Erkrankungen und Zuständen eingesetzt, bei denen eine Achsfehlstellung des Sprunggelenks vorliegt:
Die supramalleoläre Osteotomie wird in der Regel in Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt. Der Operateur wählt je nach gewünschter Korrektur eines von mehreren Osteotomieverfahren:
Der Knochen wird auf einer Seite durchtrennt und ein Knochenspalt öffnet sich, in den ein Knochenspan (aus dem Beckenkamm des Patienten oder aus einer Knochenbank) eingesetzt wird. Diese Technik vergrößert die korrigierte Seite.
Ein keilförmiges Stück Knochen wird entfernt, sodass sich der Knochen schließt und die Achse korrigiert wird. Diese Technik verkürzt leicht den Knochen auf der betroffenen Seite.
Der Knochen wird in einem bogenförmigen Schnitt durchtrennt, was eine dreidimensionale Korrektur ermöglicht. Diese Technik bietet große Flexibilität bei der Ausrichtung.
Nach der Korrektur wird der Knochen mit Platten, Schrauben oder externen Fixateuren stabil fixiert, bis die Knochenheilung abgeschlossen ist.
Nach der Operation ist in der Regel eine mehrstufige Nachbehandlung erforderlich:
Wie jeder operative Eingriff birgt auch die supramalleoläre Osteotomie Risiken:
Bei sorgfältiger Patientenauswahl und präziser Operationsplanung zeigt die supramalleoläre Osteotomie gute bis sehr gute Langzeitergebnisse. Studien belegen, dass bei geeigneten Patienten die Schmerzen deutlich reduziert, die Gehfähigkeit verbessert und der Fortschritt der Arthrose verlangsamt werden kann. Der Eingriff kann in vielen Fällen eine Sprunggelenks-Totalendoprothese oder Arthrodese um Jahre bis Jahrzehnte hinauszögern oder sogar vermeiden.
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