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Eine Syndesmoseverletzung ist eine Verletzung des Bandapparats zwischen Schien- und Wadenbein am oberen Sprunggelenk. Sie entsteht häufig durch Verdrehung des Fußes.
Eine Syndesmoseverletzung ist eine Verletzung des Bandapparats zwischen Schien- und Wadenbein am oberen Sprunggelenk. Sie entsteht häufig durch Verdrehung des Fußes.
Die Syndesmoseverletzung bezeichnet eine Schädigung der Syndesmose – einer straffen Bandverbindung zwischen dem unteren Ende des Schienbeins (Tibia) und des Wadenbeins (Fibula). Diese Bandstruktur stabilisiert die sogenannte „Sprunggelenksgabel“ und ist entscheidend für die Stabilität und Funktion des oberen Sprunggelenks. Syndesmoseverletzungen werden auch als hohe Beinbandverletzungen bezeichnet und sind schwerwiegender als gewöhnliche Bandverletzungen am Knöchel.
Syndesmoseverletzungen entstehen meist durch eine Verdrehung des Fußes, bei der der Fuß nach außen rotiert und gleichzeitig nach oben gebogen wird. Typische Ursachen sind:
Auch bei Knöchelfrakturen (z. B. Weber-B- oder Weber-C-Frakturen) kann die Syndesmose gleichzeitig verletzt werden.
Die Symptome einer Syndesmoseverletzung ähneln zunächst einer einfachen Knöchelverstauchung, sind jedoch oft intensiver und anhaltender. Typische Beschwerden sind:
Im Gegensatz zu einer typischen Bandzerreißung am Außenknöchel treten die Schmerzen bei der Syndesmoseverletzung häufig etwas weiter oben und vorne auf.
Die Diagnose wird vom Arzt durch eine Kombination aus körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren gestellt:
Die Syndesmoseverletzung wird in drei Schweregrade eingeteilt: von der leichten Dehnung (Grad I) über den Teilriss (Grad II) bis zur vollständigen Ruptur mit Instabilität (Grad III).
Leichte bis mittelschwere Verletzungen (Grad I und II) werden in der Regel konservativ behandelt:
Bei schweren Verletzungen (Grad III) oder Instabilität des Sprunggelenks ist oft eine Operation notwendig:
Nach einer Operation folgt eine mehrwöchige Ruhigstellung sowie ein strukturiertes Rehabilitationsprogramm.
Die Heilungsdauer ist bei Syndesmoseverletzungen länger als bei typischen Knöchelverstauchungen. Leichte Verletzungen heilen in 4–8 Wochen ab. Schwere Rupturen mit Operation können eine Rehabilitation von 3–6 Monaten erfordern, bevor eine volle sportliche Belastbarkeit wieder erreicht wird. Eine frühzeitige und konsequente Therapie ist entscheidend, um chronische Instabilität und Arthrose des Sprunggelenks zu vermeiden.
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