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T-regulatorische Zellen (Tregs) sind spezialisierte Immunzellen, die überschïeßende Immunreaktionen dämpfen und Autoimmunerkrankungen verhindern.
T-regulatorische Zellen (Tregs) sind spezialisierte Immunzellen, die überschïeßende Immunreaktionen dämpfen und Autoimmunerkrankungen verhindern.
T-regulatorische Zellen (kurz: Tregs) sind eine spezialisierte Untergruppe der T-Lymphozyten, also der weißen Blutkörperchen des Immunsystems. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Immunantwort zu kontrollieren und zu begrenzen, um überschießende oder fehlgeleitete Reaktionen zu verhindern. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung der immunologischen Toleranz – das bedeutet, dass das Immunsystem lernt, körpereigene Strukturen nicht anzugreifen.
Tregs werden hauptsächlich im Thymus gebildet (sogenannte natürliche Tregs oder tTregs) und können auch im peripheren Gewebe aus normalen T-Zellen entstehen (induzierte Tregs oder pTregs). Ein wesentliches Erkennungsmerkmal ist der Transkriptionsfaktor FoxP3, der als Schlüsselregulator für die Entwicklung und Funktion der Tregs gilt.
Die wichtigsten Wirkprinzipien der T-regulatorischen Zellen umfassen:
Bei vielen Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis oder systemischem Lupus erythematodes ist die Anzahl oder Funktion der Tregs vermindert. Dies führt dazu, dass das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Forschungen zielen darauf ab, Tregs therapeutisch zu stärken, um solche Erkrankungen zu behandeln.
Auch bei allergischen Erkrankungen spielen Tregs eine wichtige Rolle. Eine gestörte Treg-Funktion kann zu einer übermäßigen allergischen Reaktion (z.B. auf Pollen oder Nahrungsmittel) führen. Allergie-Immuntherapien (Hyposensibilisierung) wirken teilweise über die Induktion regulatorischer T-Zellen.
In der Tumorimmunologie haben Tregs eine zwiespältige Rolle. Einerseits können sie verhindern, dass das Immunsystem Tumorzellen erkennt und bekämpft, was das Tumorwachstum fördert. Andererseits schützen sie gesundes Gewebe vor überschießenden Entzündungsreaktionen. Moderne Immuncheckpoint-Therapien gegen Krebs zielen unter anderem darauf ab, die hemmende Wirkung von Tregs im Tumorumfeld aufzuheben.
Nach Organtransplantationen ist eine ausreichende Treg-Aktivität erwünscht, da sie dazu beiträgt, eine Abstossung des Spenderorgans zu verhindern. Klinische Studien untersuchen den Einsatz von Treg-Therapien zur Verringerung des Bedarfs an Immunsuppressiva.
Während der Schwangerschaft sind Tregs essenziell dafür, dass der mütterliche Organismus das genetisch teilweise fremde Kind toleriert, ohne eine Abstossungsreaktion auszulösen.
Tregs können im Labor durch durchflusszytometrische Methoden (FACS) anhand spezifischer Oberflächenmarker identifiziert werden. Typische Marker sind CD4+CD25+FoxP3+. Die Untersuchung von Treg-Zahlen und -Funktion ist Bestandteil wissenschaftlicher Studien zu Autoimmunerkrankungen, Tumorbiologie und Transplantationsmedizin. Therapeutische Ansätze, die auf Tregs abzielen, befinden sich derzeit teilweise noch in klinischen Studien.
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